Apple gibt OS X 10.10 Yosemite zur öffentlichen Beta frei – Server überlastet

Apple gibt OS X 10.10 Yosemite zur öffentlichen Beta frei - Server überlastetMac OS X ist die von Apple viel beworbene Alternative von Windows und obwohl das System ein Schattendasein fristet, wird es kontinuierlich weiterentwickelt. Für viele Nutzer scheinen die stylischen All-in-One PCs besser geeignet zu sein, als ein Windows Computer, der den Nutzer mit mehr Konfigurationsmöglichkeiten und unter Umständen auch mit mehr Problemen konfrontiert. Die neue OS X Version 10.10, die den Codenamen Yosemite trägt, ist nun nicht mehr nur für exklusive Kunden und zahlende Entwickler, sondern auch für die breite Masse als Beta verfügbar. Die Server von Apple konnten dem Ansturm offenbar nicht standhalten, als Hunderttausende Nutzer die Websites öffneten – ein gutes Zeichen, wenn das Interesse so groß ist.

Nur eine Millionen Beta Keys

Derzeit verhält es sich so, dass sich zwar jeder Mac OS User für die Yosemite Beta registrieren kann, doch Apple möchte zuerst lediglich eine Millionen Aktivierungscodes freigeben. Der eigentliche Download läuft über den Apple App Store, doch zunächst muss man sich über die Betawebsite den sogenannten Redeem Code erhalten, ohne den sich die Software nicht nutzen lässt. Apple warnt eindeutig vor der Installation auf einem Produktivsystem und empfiehlt ein vorheriges Backup; außerdem können, wenn iCloud aktualisiert wird, Dateien nur noch auf Geräten mit iOS 8 oder OS X 10.10 geöffnet werden. Nutzer sollten sich den Schritt also reiflich überlegen, zumal es zum jetzigen Zeitpunkt noch viele Fehler und Instabilitäten gibt. Genau diese Fehler will Apple aber durch die große Zahl an Testern möglichst schnell ausmerzen.

Diese Funktionen sind neu in Yosemite

Wie schon in der Vergangenheit, sind es keine gewaltigen und gravierenden Veränderungen, die der Konzern an seinem Betriebssystem durchführt, sondern viele kleine Verbesserungen, die dazu beitragen, dass OS X und iOS einander erneut ähnlicher bleiben. Im folgenden sind die wichtigsten derzeit bekannten Funktionen erläutert:

Dark Mode: Der Dark Mode macht das Aussehen des Desktops edler, indem bestimmte UI-Elemente dunkler erscheinen. Derzeit lässt er sich lediglich über den Befehl „sudo defaults write /Library/Preferences/.GlobalPreferences AppleInterfaceTheme Dark“ aktivieren.

Neues Design: Das neue Design fasst den Flat UI Trend auf, setzt auf neue Icons und auf transparente, leichter wirkende Fenster. Zusätzliche Animationen gestalten dadurch das gesamte System performanter. In Programmen wie etwa dem Browser Safari wurde die Oberfläche zudem weiter reduziert, sodass ein stärkerer Fokus auf Inhalte gesetzt wird, nicht auf das Programm selbst.

iOS Integration: In der neuen Version von OS X ist es möglich, Anrufe von einem iOS Device entgegenzunehmen und Dateien direkt per AirDrop zu teilen.

Tab Übersicht: In Safari werden alle Tabs nun auf einer schönen Übersichtsseite zusammengefasst, wobei mehrere offene Tabs einer Seite in Gruppen organisiert werden.

Größere Karten: Die Karten Anwendung erlaubt es nun, deutlich größere Ausschnitte zu zeigen.

Mail runderneuert: In Mail soll nun nicht nur der Versand größerer Dateien ohne Komplikationen möglich sein, man hat auch das Tool Markup hinzugefügt, mit dem sich Anhänge um zusätzliche Pfeile, Anmerkungen oder Markieren ergänzen lassen.

Schlankeres Design: Facetime, Messages, der Kalender mit der verbesserten Tagesansicht und die Erinnerungsapp sind reduziert worden, was die Übersichtlichkeit nicht nur erhöht, sondern sich auch stärker in Richtung iOS bewegt.

Finder mit Cloud Unterstützung: Apple baut seinen mächtigen Dateiverwalter weiter aus; einerseits wäre da die angesprochene AirDrop Integration, andererseits erlaubt der iCloud Client die bessere Verwaltung von Dokumenten und Dateien auf Apples Servern. Überraschenderweise wurde eine Version des iCloud Clients für Windows angekündigt.

Notification Center mit Widgets: Das Notification Center wurde um eine Tagesansicht erweitert, die nicht nur alle Ereignisse des Tages, sondern beispielsweise auch das aktuelle Wetter aufzeigt. Zusätzlich lässt sich das Center über Widgets aus dem App Store in seiner Funktion noch erweitern.

Spotlight verbessert: Die Suchfunktion Spotlight präsentiert in Zukunft auch verstärkt Internetinhalte, Informationen aus iOS und Kartenabschnitte in einem verbesserten Design und ist stärker mit anderen Teilen des Systems verknüpft. Dadurch lassen sich neuerdings auch Einheiten konvertieren und zum Beispiel aktuelle Nachrichten abrufen. Spotlight könnte sich in Zukunft zu einem zentralen Dreh- und Angelpunkt entwickeln.

Alles in allem wird OS X 10.10 mit dem Codenamen Yosemite ein Erfolg werden, wenn Apple die Fehler der Beta rechtzeitig beseitigen kann. Die neue Versionen nimmt einige Korrekturen, insbesondere im Design, vor und fügt einige neue Funktionen hinzu, nützliche, aber keine revolutionären Funktionen.

 

 

 

 

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