Avast deckt auf – Factory Reset unter Android löscht offenbar nicht alle Daten

avast-deckt-auf-factory-reset-unter-android-loescht-offenbar-nicht-alle-datenIT Sicherheit ist, insbesondere in Zeiten der Großkonzerne und NSA, ein stets präsentes und immer wichtigeres Thema geworden; große Softwareunternehmen können es sich nicht leisten, an dieser Stelle zu patzen. Insbesondere Google, welche mit Android das am meisten verbreitetste mobile Betriebssystem der Welt besitzen, das zusehends auch in andere Bereiche vordringt, darf sich an dieser Stelle keine Fehler leisten. Eine Untersuchung des IT-Sicherheitsunternehmens Avast scheint nun zu belegen, dass der Factory Reset, eine Android Funktion, um alle persönlichen Daten zu löschen, große Mengen an Daten, auch an brisanten, zurücklässt.

40.000 Fotos, 750 Nachrichten und über 100 Kontakte

Avast stellte mit der Forensiksoftware FTK Imager eine Vielzahl von Daten auf 20 US-Smartphones fest, die über Ebay gekauft worden und mit dem Factory Reset gelöscht worden sind: mehr als 40.000 Fotos, davon rund 1500 von Kindern und mehr als 1000 in unpassenden Situationen, über 750 E-Mails und SMS, rund 1000 Suchanfragen über Google und 250 Kontakte; in vier Fällen konnte sogar die Identität des früheren Besitzers festgestellt werden. Inwieweit Avast hier verlässlich ist – immerhin vertreibt der Dienstleister selbst eine Software zur vermeintlich sicheren Löschung von Daten – ist unklar, die Ergebnisse sind aber dennoch alarmierend und offenbaren, was Computerexperten bereits lange wissen: das einmalige Löschen von Daten ist nicht genug.

Verschlüsselung seit Android 3.0 – iOS mit Hardware Maßnahmen

Seit der Android Version 3.0, Honeycomb, die vornehmlich für Tablets erschien, bietet Google eine weitaus sicherere Methode zum Datenschutz, eine Verschlüsselung, für persönliche Daten, Einstellungen und Medien innerhalb des Gerätespeichers, von der Speicherkarten derzeit ausgenommen sind.  Mit der Verschlüsselung muss eine Pinnummer festgelegt werden, die andere Methoden des Entsperrens ersetzt und sich nur durch einen Factory Reset rückgängig machen lässt, wobei alle verschlüsselten Daten gelöscht werden. Bei Apple verwendet man für Geräte, auf denen iOS 5.0 oder höher läuft, eine Hardware Verschlüsselung, die auf ähnliche Art und Weise funktioniert.

Die Ergebnisse von Avast sind beunruhigend, jedoch kein Grund für übermäßige Panik – es bleibt abzuwarten, ob Google die Funktion in Zukunft verbessern wird und ob es sich um eine absichtliche Hintertür oder eine simple Unachtsamkeit handelt. Das Aktivieren einer Verschlüsselungsfunktion und Sensibilität für Datenschutz sind jedoch zu jedem Zeitpunkt ratsam.

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