Deutsches Unternehmen für 1,1 Milliarden gekauft – TeamViewer wechselt den Besitzer

Deutsches Start-Up für 1,1 Milliarden gekauft - TeamViewer wechselt den BesitzerTeamViewer – hinter dem unscheinbaren Namen verbirgt sich eines der erfolgreichsten und einfachsten Tools für  Fernwartung; das Unternehmen wurde 2005 in Deutschland gegründet. Inzwischen existieren Clients für alle wichtigen Plattformen, die Nutzung ist für Privatpersonen kostenlos und für die kommerzielle Nutzung, zumeist in mittelständischen Unternehmen, kostenpflichtig. Die Software mit über 100 Millionen aktiven Nutzern wechselt nun für 1,1 Milliarden US-Dollar, was rund 800 Millionen Euro entspricht, den Besitzer.

Übernahme im Interesse der Expansion

Die Zahl, die offiziell nicht bestätigt ist, wurde von dem Finanzinvestor Permira gezahlt: der hohe Preis ist angesichts von 130 Millionen Nutzern, Installationen auf mehr als 500 Millionen Geräten und 200.000 zahlenden Kunden im kommerziellen Bereich, nicht verwunderlich.  Für die Kunden ändern soll sich zunächst dabei nichts, Permira möchte die Software und das Kostenmodell beibehalten und das Unternehmen in Deutschland belassen, Zweck der Übernahme ist lediglich die internationale Verbreitung zu verbessern und TeamViewer als globale Marke zu stärken.

Ankündigung durch Permira bereits im Mai

Eine Pressemitteilung durch Permira, die durch TeamViewer und GFI Software (die zu der Software gehören und der derzeitige Besitzer sind) verifiziert wurde, existierte bereits im Mai diesen Jahres, doch eine offizielle Verlautbarung durch TeamViewer selbst blieb bislang aus – vermutlich sollten Kunden zunächst nicht verschreckt werden, da Aufkäufe in Zeiten von Google und Facebook oftmals negative Assoziationen hervorrufen. Inzwischen geht man davon aus, dass der Übernahmeprozess bis Ende Juli komplett abgeschlossen ist.

Es bleibt abzuwarten, ob TeamViewer auch in Zukunft für Privatkunden kostenlos und werbefrei  bleibt, wir würden es uns jedoch wünschen und gönnen der erfolgreichen Fernwartungssoftware, dass sie durch den finanzkräftigen Investor international bekannter wird.

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