Facebook will zur Bank werden – Paypal Konkurrenz auf dem Weg

facebook-will-zur-bank-werden-paypal-konkurrenz-auf-dem-wegEs scheint, als wolle Facebook neben Google einer der größten Megakonzerne der Welt werden, anders ist die Expansion in Bereiche, die fernab der Kernkompetenz eines sozialen Netzwerkes liegen wohl kaum zu erklären: neben dem Aufkauf der Konkurrenten Instagram und WhatsApp, und dem Interesse an Drohnen, die Internetzugang in Entwicklungsländern ermöglichen, übernahm das Unternehmen kürzlich das Virtual Reality Projekt Oculus Rift – nicht ohne Proteste. Nun soll es weitere Übernahmen geben; Facebook will in der nächsten Zeit auch zum Bezahldienst werden.

Zahlungen über und auf Facebook

Laut Aussage der gut informierten Financial Times, die sich auf Unternehmenskreise beruft, habe man bereits einen Antrag bei der Irischen Zentralbank gestellt, der eine sogenannte Passporting-Lizenz fordert, die es Nutzern erlauben würde, Transaktionen über das Facebook Konto und zwischen den einzelnen Nutzern durchzuführen. Das Potential für derartige Zahlungen ist da: man kann die Facebook Apps unter Umständen besser monetarisieren, es könnte sich ein ganz eigener Dienst für unkomplizierte Überweisungen ergeben, der von den hohen Nutzerzahlen profitiert und davon, dass es auf Facebook bereits unzählige Gruppen gibt, in denen Menschen miteinander handeln und Produkte anbieten.

Moni Technologies, Azimo oder TransferWise – Wer kriegt den Zuschlag ?

Da insbesondere das mobile Geschäft von Interesse ist, die Zahlung per Smartphone verbreitet sich zwar langsam, aber doch stetig, verhandelt Facebook angeblich mit drei Start-Ups aus England: Moni Technologies, Azimo und TransferWise, die alle entsprechende Technologien zur Verfügung stellen. Einem Azimo Mitarbeiter habe man gar 10 Millionen US-Dollar geboten, um ihn zur Kündigung bei seinem jetzigen Arbeitgeber zu bewegen. Eine weitere Übernahme durch den Konzern scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein. Interessanterweise, sind Zahlungsvorgänge in den USA bereits möglich (Gesamtumsatz 2013: über 2 Milliarden US-Dollar). Kein Wunder, dass man den großen Erfolg aus dem Heimatland nun auch innerhalb Europas und langfristig wohl auch in Schwellen- und Entwicklungsländern fortsetzen will.

Man kann von der Expansion der großen IT-Unternehmen halten, was man will, gerade im Rahmen der NSA Affäre mutet es jedoch merkwürdig an, einem Datensammler wie Facebook seine Finanzdaten anzuvertrauen, zudem auch fraglich ist, wie das eher konventionelle Europa die neuen Möglichkeiten aufnehmen wird. Wir sehen dem Bezahldienst deshalb vorerst skeptisch entgegen.

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