Die Technik Trends 2014 – Ein Jahr mit einschneidenden Veränderungen

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Nachdem 2013 vorbei ist und viele Veränderungen mit sich gebracht hat, ist es umso spannender zu sehen, welche Themen die IT-Welt 2014 bewegen werden und welche Bereiche an Wichtigkeit verlieren. Obwohl nicht alle Innovationen vorhergesehen werden können, bemühen sich Analysten, Voraussagen zu treffen, manche mehr, manche minder verwunderlich.

Der PC Markt schrumpft weiter

Laut bisherigen Schätzungen ist der Absatz an Computern und Notebooks 2013 um weitere 10 – 15% eingebrochen, die Rede ist von ungefähr 310 – 315 statt ca. 350 Milliarden Geräten. Dieser Trend wird sich 2014 fortsetzen und die Gründe dafür sind vielfältig: Smartphones und Tablets berauben klassische Computer ihrer Kompetenz, Microsoft hat mit Windows 8 nicht den Geschmack der Masse getroffen und vor allen Dingen sind die Computer der letzten Jahre so leistungsfähig, dass die nächsten Jahre kein Bedarf für den Ottonormal Nutzer und Büros besteht, ihre Hardware zu erneuern.

2014 – Das Jahr der Next-Gen Konsolen

PS4, Xbox One und auch die Steam Machine von Valve, alle drei sind Anwärter auf den Titel der führenden Next-Gen Konsole, neben den, zugegebenermaßen weniger wichtigen, Android Konsolen. Obschon die Konsolen von Sony und Microsoft bereits erhältlich sind, wird sich im kommenden Jahr erst entscheiden, wer den Konsolenthron für sich beanspruchen kann, denn die Unterstützung der Spieleentwickler, das Erscheinen von neuen Services und Preisentwicklungen sind derzeit noch nicht abzusehen. Aktuellen Umfragen zur Folge hat die Playstation 4 deutlich bessere Chancen, doch die Konkurrenz wird darauf zweifelsohne reagieren (müssen).

Virtual Reality erhält Einzug im Gaming Bereich

Die Oculus Rift ist die derzeit wohl fortschrittlichste Virtual Reality Brille, die sich in der Entwicklung befindet, mit Full-HD Auflösung, einem Sichtwinkel von 110 (diagonal) bzw. 90 (horizontal) Grad, sowie einem Lagesensor mit einer Frequenz von 1000 Hertz, der die Position des Spielers so schnell erfasst, dass es nicht zu Verzögerungen kommt. Ende 2014 wird das Gerät erscheinen und dass es Bedarf an einer vernünftig umgesetzte VR-Brille, ganzen VR-Anzügen oder gar Räumen gibt, zeigen die Reaktionen der Spieler. Die Oculus Rift ist sogar so erfolgreich, das Sony ebenfalls an einer Brille arbeitet, die ähnliches leistet; 2014 werden wir zudem die ersten Spiele begutachten können, denn die Tools für die Spieleentwickler und die Treiber für ältere Spiele werden im Laufe des Jahres zugänglich gemacht.

Smartphones und Tablets für Schwellenmärkte

Eine wichtige Tendenz, die sich bereits 2013 angedeutet hat, ist, dass Schwellenmärkte wie Afrika, China oder Indien immer interessanter für die Hersteller mobiler Hardware werden, denn der europäische Markt ist langsam aber sicher gesättigt und es gilt keine Zeit zu verlieren, ehe die großen Hersteller sich lokalen Anbietern geschlagen geben müssen, die eigene Systeme etablieren. Bei rund 3 Milliarden Menschen ohne Mobiltelefon (die Rede ist hierbei nicht von Smartphones) dürfen wir gespannt sein, mit welchen neuen Modellen und Softwareangeboten westliche Hersteller um die Gunst der potentiellen Kunden buhlen.

Die Smartphone Trends: biegsame Displays und Co.

Im Smartphone Sektor werden sich 2014 einige Dinge verändern und interessante neue Konzepte möglich sein. Ein Trend, den Apple losgetreten hat, ist der Einbau von Fingerabdruck-Scannern in mobile Geräte: mit dem FIDO Programm (Fast Identity Online) wollen Google und Gerätehersteller diese Technologie ebenfalls verfügbar machen, trotz der zahlreichen Sicherheitsbedenken. Zudem kommen neben dem LG Flex G und dem Galaxy Round, die bereits erschienen sind, mehr Smartphones mit gebogenem Display auf dem Markt; der Traum ist ein komplett flexibles Smartphone, das wir 2014 zwar noch nicht bewundern dürfen, welches durch andere flexible Bauteile wie Akkus aber in greifbare Nähe rückt.

Davon abgesehen wird auch 2014 der Auflösungswettstreit im Smartphone Bereich ungehemmt weitergehen. Obschon es derzeit wenig Sinn macht, eine so hohe Auflösung auf ein so kleines Display zu bringen, stehen die ersten QHD Displays (1.440 x 2.560 Pixel) in den Startlöchern. Abschließend gibt es einen Trend, der Individualisierung heißt, und der sowohl Hard-, als auch Software beeinflussen wird, indem man Geräte in verschiedenen Ausführungen anbietet, indem man den Nutzern mehr Freiheit bei der Farbwahl lässt und indem es mehr Software zur Personalisierung als zuvor geben wird. Das große Interesse an modularen Smartphones und Motorolas Moto X , welches sich optisch stark verändern lässt, sind Vorboten dieses Trends.

3D Drucker: die Fabrik im Keller

Die derzeitigen 3D Drucker sind entweder nicht erschwinglich für den Heimanwender oder nutzen die veraltete und ungenaue FDM Technologie (dabei wird Kunststoff erhitzt und in Schichten aufgetragen), doch 2014 wird sich dies ändern, denn neben der Tatsache, dass die Preise ohnehin sinken, laufen die Patente für modernere Verfahren aus, auf die dann auch die kleinen Hersteller Zugriff haben. Wenn auch 2014 erst der Anfang ist: der Trend wird in den nächsten Jahren dahin gehen, dass man immer weniger Produkte kauft, dafür aber immer mehr Blaupausen erwirbt und sich die gewünschten Gegenstände im eigenen 3D Drucker produzieren lässt.

Markt für Wearables entsteht

Smartwatches, Datenbrillen, Bluetooth und andere Schnittstellen in Kleidung, sowie zahlreiche Fitness Gadgets für Smartphones und Tablets, sie alle zählen zu den sogenannten Wearables, also Gadgets, die am Körper getragen werden und den Anwender so im Alltag unterstützen. Nach den er mäßigen Erfolgen der ersten Smartwatch Generation werden wir in diesem Jahr zahlreiche neue Geräte sehen, die die Masse begeistern können, zudem erreicht Google Glass vermutlich marktreife und eventuell stellt auch Apple eine eigene smarte Uhr vor.

PC intern: wenig Mut zu Neuerungen

Was die Verbesserungen im Bereich Computer Hardware angeht, so wird es insgesamt nur bescheidene Veränderungen geben, echte Innovationen bleiben aus. Neben den üblichen Fortschritten in der Rechenleistung werden 2014 vor allem die folgenden Technologien interessant werden: SMR Festplatten (diese bieten bis zu 10 Terabyte pro Festplatte, da die Datendichte durch effizienter angeordnete Schreibspuren steigt) kommen auf den Markt, SSD Speicher werden noch günstiger und damit beliebter werden und eventuell dürfen wir auch den ersten Arbeitsspeicher der neuen DDR4 Generation bewundern, obschon dieser vergleichsweise teuer sein wird. Eine echte Neuerung, die sich aber auch im kommenden Jahr noch nicht durchsetzen wird, ist der Thunderbolt Anschluss, eine von Apple und Intel entwickelte Schnittstelle, die langfristig USB ablösen könnte.

4K HD setzt sich im Wohnzimmer durch

Die größte Veränderung, die sich 2014 im Multimedia Hardware Bereich, also vorwiegend im Wohnzimmer, abspielen wird, ist der Quantensprung in der Auflösung: 4K HD, also die vierfache HD Auflösung, wird bei neuen Fernsehern und Bildschirmen zum Standard werden, obwohl die Inhalte derzeit noch relativ gering sind. In diesem Jahr werden sie sich auf das gleiche Preisniveau wie Full-HD Fernseher begeben; der neue HDMI 2.0 soll zudem dafür sorgen, dass auch 3D Inhalte in der hohen Auflösung übertragen werden können. Abseits der höheren Auflösung ist hier wenig Grund zur Aufregung geboten: Smart-TVs werden nach wie vor nicht wirklich smart sein und interessante Bedienkonzepte, also Gesten- oder Sprachsteuerung, sind auch 2014 Mangelware.

Internet 2014 – Verschlüsselungen und HTTP 2.0

Das Internet dieses Jahres wird vor allem von der NSA Affäre und der Tatsache bestimmt, dass viele Onlineservices dadurch als ausgesprochen unsicher gelten. Zahlreiche Projekte widmen sich derzeit der Implementierung sicherer Verschlüsselungsverfahren in bestehende Anwendungen und der Entwicklung komplett neuer Methoden, selbst große Anbieter wie Google arbeiten dabei aktiv mit, das Internet sicherer zu machen. Darüber hinaus kommt HTTP 2.0, welches nicht nur Internetzugriffe beschleunigen soll, sondern auch eine Schnittstelle zur permanenten Verschlüsselung bietet; auch auf Seiten ohne HTTPS Zertifikat wird das Surfen damit deutlich sicherer.

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