Eigene Server Prozessoren – Google und ARM arbeiten an neuem Chip

eigene-server-prozessoren-google-und-arm-arbeiten-an-eigenem-chipIntel und AMD sind die größten Prozessorenhersteller im Desktop und Notebook Bereich, doch die Konkurrenz, allen voran in Form von ARM, beherrscht den Smartphone und Tablet, sowie zusehends den Server Bereich, worunter insbesondere Intel zu leiden hat, denn deren Versuche, sich in diesen Sektoren stärker aufzustellen, scheiterten bislang. ARM verfolgt dabei das Prinzip, ein Referenzdesign anzubieten, welches Hersteller entsprechend an ihre eigenen Wünsche anpassen können; zu den prominenten Kunden zählen Unternehmen wie Apple, Samsung oder Qualcomm. Dass dieses Prinzip mehr Möglichkeiten eröffnet als eine eigene Produktion inklusive Vertrieb und das finanzielle Risiko dabei geringer bleibt, dürfte einleuchtend sein und ist ein Beispiel für den Trend, nicht mehr fertige Produkte, sondern Patente und Ideen zur Weiterentwicklung auf den Markt zu bringen. Zu den Kunden von ARM, die an einem eigenen Chipdesign arbeiten könnte in Kürze ein sehr wichtiger hinzukommen: der Suchmaschinen- und Internetriese Google.

Das Gerücht vom Google Prozessor stirbt nicht aus

Dabei handelt es sich bei dem Gerücht, dass Google, für die eigene Server Infrastruktur und wohl auch für Android Geräte, an eigenen Prozessoren arbeitet keinesfalls um ein neues Gerücht, die Branche spekuliert darüber seit Jahren. In der Vergangenheit waren starke Indizien für diesen Kauf beispielsweise die Übernahme von Smartphone Hersteller Motorola, die Aussage, dass man eigene Hardware auf den Markt bringen wolle und die Übernahme von Firmen wie Agnilux, die man 2010 übernommen hatte und die aus ehemaligen Spitzenkräften der Chipabteilung von Apple und Co. bestand. Diesmal stammen die Berichte von Bloomberg und aus verschiedenen Gründen erscheinen sie wahrscheinlicher als jemals zuvor.

Wieso die Zusammenarbeit mit ARM ?

Zunächst stellt sich natürlich die Frage, wieso Google überhaupt an eigenen Mikroprozessoren arbeiten sollte, denn die Entwicklung fordert Know-How, Unmengen an Kapital und Produktionsmöglichkeiten, über die Google, vor allem durch Software bekannt, zunächst nicht in dem nötigen Umfang verfügt.  Allerdings gibt es zahlreiche Gründe die dafür sprechen: die Konkurrenz in Form von Apple und Samsung macht dies seit geraumer Zeit so, weil sich die eigenen Anwendungen besser auf die eigene Hardware optimieren lassen, die Chipentwicklung kostet am Anfang Geld, ist jedoch auf lange Sicht gesehen wirtschaftlich effizienter, Google wird endlich unabhängiger von Intel, welche die Serverprozessoren bereitstellen, auf die man zurückgreift und letztlich muss auch Google expandieren und sich weiterentwickeln um am Markt zu überleben.

Liz Markman, eine Sprecherin von Google, sagte, dass man größtes Interesse daran habe, die beste Infrastruktur zu entwickeln, auch im Hardware Bereich. Wir sind deswegen zuversichtlich, dass im Laufe der nächsten Jahre ein Google Prozessor entwickelt und eingesetzt wird, sei es im Server oder mobilen Segment. Spannend ist vor allem, wie sich diese Entwicklung auf traditionelle Unternehmen wie AMD, aber vor allem Intel, auswirkt.

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