Twitter ohne Internet – Der Kurznachrichten Dienst für Feature Phones und Schwellenländer

twitter-ohne-internet-der-kurznachrichten-dienst-fuer-feature-phones-und-schwellenlaenderSchwellen- und Entwicklungsländer hatten lange Zeit keinen flächendeckenden Zugang zum Internet und Mobilfunkmarkt; die Lage ist auch heute noch lange nicht auf europäischem Niveau, doch die Nationen erleben gerade ihre eigene digitale Revolution und rücken als Nutzer immer stärker in den Fokus großer IT Dienstleister wie Facebook, Google und Co. Problematisch ist dabei insbesondere im mobilen Sektor, dass Mobiltelefone und Internet zwar verfügbar sind, die Verbindung aus beidem, sprich die für uns alltäglichen Smartphones, jedoch nicht, weswegen es neue Wege zu erschließen gilt, um dennoch Nutzer zu gewinnen (derzeit können in Schwellenländern nur 2 von 10 Personen das mobile Internet nutzen). Abwarten ist dabei keine Option, denn wer in diesen Märkten schon jetzt Fuß fasst, kann in der Zukunft dominieren.

U2opia Mobile ermöglicht Facebook und Twitter per SMS

Das noch relativ unbekannte Start-Up U2opia Mobile aus Singapur hat angekündigt, sowohl Facebook, als auch, neusten Gerüchten zufolge, Twitter auf diesen Feature Phones verfügbar zu machen. Das Prinzip soll ähnlich funktionieren wie bei der Guthabenabfrage: es wird ein Code eingegeben und über den Kurznachrichtendienst kommt eine SMS mit den derzeit populärsten Themen auf Twitter; der Funktionsumfang kann bei ausreichender Nutzerschaft natürlich weiterhin zunehmen. In Schwellenländern will man diesen Service im ersten Quartal des nächsten Jahres anbieten, was Twitter, welches als soziales Netzwerk trotz unterschiedlicher Ansprüche Nutzer an Google+ und Facebook verliert, Aufschwung geben sollte.

Bereits 11 Millionen Nutzer für U2opia Mobile

Der Service von U2opia Mobile, der bislang den SMS Zugriff auf Facebook und Google Talk ermöglicht, hat den Angaben des Unternehmens zu Folge bereits 11 Millionen Nutzer, was schon eine beachtliche Leistung darstellt und deutlich macht, dass Entwicklungs- und Schwellenländer in der Marketing- und Expansionsstrategie großer Unternehmen als potentielle Märkte nicht mehr ausgeschlossen werden sollten.

Das USSD  Protokoll welches zur Übermittlung von Texten  genutzt werden kann, ist prädestiniert für Twitter, denn der Kurznachrichtendienst ist mit seiner Beschränkung auf 140 Zeichen und dem Fehlen von vielen Bildern, Audiodateien und Videos ohnehin sehr textlastig. Dabei soll anhand des Aufenthaltsortes eines Nutzers die Feedsprache ermittelt werden,d enn U2opia Mobile ist bereits in mehr als 30 Ländern und auf mehr als 7 Sprachen verfügbar.

U2opia Mobile ermöglicht den Menschen zwar nicht, bekannte Dienste in einem Umfang zu nutzen, wie wir es tun, und die Frage, ob es in Ländern wie Südafrika keine größeren Probleme als Internetzugriff gibt, ist durchaus berechtigt, doch mit dem Einstieg von Twitter in das Start-Up wird unbestreitbar eine Lücke geschlossen. Ein großer Teil der Welt wird von der größten Wissenssammlung der Geschichte ausgeschlossen und so in der persönlichen Bildung massiv gehindert, ein Umstand, der durch solche Ideen zumindest teilweise verbessert wird.

 

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