Google Nexus 5 mit Android 4.4 vorgestellt – Kitkat und das neue Android Smartphone könnten den Markt erobern

google-nexus-5-mit-android-4-4-vorgestellt-kitkat-und-das-neue-android-smartphone-koennten-den-markt-erobernSchon seit geraumer Zeit bietet Google mit dem Label Nexus eigene Android Hardware an: da wären das sehr erfolgreiche, weil unheimlich günstige Nexus 7 Tablet, das Nexus 10 Tablet für anspruchsvolle Nutzer, das über moderne Hardware verfügt, eine Vielzahl an Zubehör und das Nexus Smartphone, welches ebenfalls mit guter Hardware zu guten Preisen punkten kann. Dabei bestechen die Nexus Geräte, die von einem immer wechselnden Hersteller gefertigt werden, vor allem davon, dass durch die enge Kooperation mit Google keine Zusatzsoftware installiert ist und man die reine, unverfälschte Android Nutzererfahrung genießen kann und auch davon, dass Updates zugesichert über einen langen Zeitraum erscheinen und kürzeste Zeit nach dem Release einer neuen Android Version zur Verfügung stehen.  Das neue Nexus 5, welches von LG gefertigt wurde und seit dem 1. November verfügbar ist, könnte dabei eine Sonderrolle einnehmen.

Hardware auf höchstem Niveau

Was zunächst auffällig ist und wodurch sich das Nexus 5 stark von der Konkurrenz abhebt, ist der ausgesprochen günstige Preis: die Variante mit 16 GB kostet lediglich 349€, die mit 32 GB ist für 399€ erhältlich, was absolut betrachtet zwar nach wie vor ein hoher Geldbetrag ist, relativ zu dem, was andere Hersteller für ihre Spitzenmodelle verlangen, jedoch nach ausgesprochen wenig klingt. Bestellt werden kann das Nexus 5 dabei sofort im Google Play Store, der Verkauf in Elektronikfachmärkten wie Saturn wird sich dabei geringfügig verzögern.

Das 5 Zoll Display als Herzstück des von LG gefertigten Gerätes löst mit 1920 mal 1080 Pixeln auf, verfügt also über eine Full-HD Auflösung, und ist darüber hinaus mit dem Gorilla Glas der Firma Corning, erstmals in Version 3, geschützt, welches ausgesprochen widerstandsfähig ist. Damit sich das vorinstallierte Android 4.4 aka KitKat auch ruckelfrei bedienen lässt, verrichten intern ein mit 2,3 GHz getakteter Quadcore Prozessor des Typs Snapdragon 800 und ein 2GB großer Arbeitsspeicher ihren Dienst, womit sich Google der besten Komponenten bedient, die diese Generation in Petto hat.

Ansonsten ist das Gerät 8,6 Millimeter dick und 130 Gramm schwer, mittelmäßige Werkte, die dadurch geschmälert werden,  dass das Smartphone keinen microSD-Slot bietet und dass das Plastik Gehäuse für ein Gerät mit High-End Ambitionen nicht wertig genug ist. Um dies auszugleichen besitzt das Nexus 5 jedoch eine Vielzahl an anderen Schnittstellen:  ein 2.300 mAh starker Akku, der sich drahtlos aufladen lässt, LTE, Kopfhörer- und Micro-USB-Anschluss, WLAB sowie NFC, Bluetooth 4.0 und GPS.  Was dem Nexus 5 zu fehlen scheint ist jedoch eine hochwertige Kamera: was die Auflösung betrifft sind die Frontkamera mit 1,3 Megapixel und die Hauptkamera mit 8 Megapixeln derzeit lediglich Mittelmaß. Ein Highlight ist wohl noch das aktive Mikrofon, bekannt aus dem Motorola Moto X, welches durchgehend aufzeichnet, ob der Anwender etwas sagt und dann via Sprachsteuerung darauf reagiert.

Android 4.4 – KitKat bringt wichtige Verbesserungen

Über das neue Android 4.4, welches auf den schönen Namen KitKat hört und damit in der Tradition der Android Versionen steht, die prinzipiell nach Süßigkeiten benannt werden, hat die Fachpresse in der vergangenen Zeit nicht nur viel spekuliert, sondern auch Informationen aus diversen Leaks zur Verfügung gestellt (hier). Nachdem es nun die ersten Möglichkeiten gab, das Betriebssystem auszuprobieren, ist sich die Presse  einig: System und Gerät könnten langfristig für gewaltige Gewinne in Bezug auf die Marktdominanz der Nexus Geräte sorgen.

Neben den schon bekannten Neuerungen des Systems, die sich weitestgehend in dem verlinkten Artikel nachlesen lassen, gibt es einiges, was bislang noch nicht bekannt war. Zunächst soll KitKat auch auf Geräten vollkommen flüssig laufen, welche lediglich 512 MB Arbeitsspeicher besitzen, wobei Google durch diesen Schritt ganz klar auf Schwellen- und Entwicklungsländer wie Indien oder Afrika abzielt, in denen der Markt derzeit wahnsinnig in Fahrt kommt. Dass man Android 4.4, das wohl genügsamste Android bis heute, dabei mit dem ausgesprochen gut ausgestatteten Nexus 5 präsentiert, ist dabei so ironisch wie vorhersehbar.

Desweiteren gibt es neue Möglichkeiten, Dokumente über die Cloud zu drücken, verbessertes Multitaksing, eine Anwendung, die Hangouts, SMS und MMS zentral zusammenfasst, die optische Überarbeitung einiger Systemapps  und eine intelligentere Anrufanwendung. Weiterhin existiert eine Google Bildbearbeitung, die sich aufgrund ihrer Intuitivität und Schlichtheit auch für grafisch unbegabtere Nutzer eignet, es erlaubt, gemachte Änderungen jederzeit zu verändern (selbst nach mehreren Tagen noch) und mit diversen Funktionen aufwartet (neben verschiedenen Filtern gibt es auch Funktionen wie das präzise Verändern von Farbwerten).

Was die Portierung für KitKat auf andere Smartphones der aktuellen Generation angeht, so wird sich zeigen, wie zügig andere Hersteller mit diesem wichtigen Schritt sind; denn die neue Version soll ebenfalls etwas gegen die Fragmentierung tun, also gegen den Umstand, dass viele Menschen noch sehr alte Android Versionen nutzen, die zu manchen Dingen inkompatibel sind und so ein optimales Nutzererlebnis verhindern. Interessanterweise soll jedoch das betagte Galaxy Nexus von Samsung kein Update zu erhalten, da es zu alt und zu langsam sei, was nun von der Community wiederlegt werden kann, die bereits an einer KitKat ROM für das erfolgreiche Gerät arbeitet.

Fazit

Sowohl Android 4.4, als auch das Nexus 5 sind Ankündigungen, die Google und Android gut tun werden, jedoch werden sie trotzdem nicht ausreichen, um die Dominanz der Hausmarke zu stärken oder um die großen Android Probleme in kurzer Zeit zu bewältigen. Was das Smartphone anbelangt, so enttäuschen gewisse fehlende Features, auch zu diesem Preis, zumal wohl die wenigsten Leute, die sich nicht mit Technik beschäftigen, von der Vorstellung erfahren habe, obwohl der Preis erstklassig ist. In Bezug zu KitKat ist das Hauptproblem die Updatepolitik der Mobilfunkhersteller, die eine Lösung der Fragnmentierungsfrage erst herbeiführen kann. Erste Tests werden in Kürze zeigen, ob das Nexus 5 von Google sein Geld wert ist, oder nicht.

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