Neues Amazon Kindle Fire HD und Kindle Fire HDX vorgestellt – Günstige Tablets mit High-End Ausstattung

neues-amazon-kindle-fire-hd-und-kindle-fire-hdx-vorgestellt-gunstige-tablets-mit-high-end-ausstattung1Neben den normalen Kindle Geräten, die nach wie vor klassiche Ebook Reader sind und den Markt dominieren, hat Amazon mit den Kindle Fire Modellen seit geraumer Zeit preiswerte Tablets im Angebot, die, gemessen an ihrer Leistung, dennoch mit der Mittelklasse mithalten können. Die Preise sind deshalb so niedrig, weil man die Hardware subventioniert, um dies durch den Software Absatz wett zu machen, was erfolgreich zu sein scheint, denn der größte Versandhandel der Welt präsentiert nun ein neues Kindle Fire HD und die beiden neuen Kindle Fire HDX Modelle, womit man in eine neue Liga aufsteigt, den Grundgedanken des günstigen Gerätepreises aber dennoch beibehält.

Die beiden Kindle Fire HDX Modelle sind deutlich interessanter, weswegen man ihnen als Kunde größere Aufmerksamkeit widmen sollte: sie haben ein 7 oder 8 Zoll Display, das mit 1920 x 1200 respektive 2560 x 1600 Pixeln aufgelöst wird, einen Snapdragon S800 Prozessor, der mit 4 x 2,2 GHz zu den leistungsstärksten Prozessoren am Markt gehört,  2GB Arbeitsspeicher, auf Wunsch ein LTE Modell, eine Frontkamera und eine 8 Megapixel Kamera für die 8 Zoll Variante. Mit einer derart hohen Auflösung und insgesamt dreimal mehr Rechenleistung als in der vorhergehenden Generation bewegt man sich auf sehr hohem Niveau; der Akku soll dabei für 11 Stunden normalen Betrieb oder für 17 Stunden im sogenannten Lese-Modus ausreichen. Optisch hat man das Gehäuse leicht überarbeitet, das Gewicht reduziert und einige Steuerelemente (etwa für die Lautstärke) auf die Rückseite verlagert.

Genauso viel hat sich bei der verwendeten Software verändert, die jedoch nach wie vor auf Android (mittlerweile in Version 4.2) basiert und eng an die Amazon Dienste gekoppelt ist. Fire OS 3.0 aka Mojito bietet einige größere und viele kleinere Verbesserungen, die sowohl auf dem Kindle HDX, als auch auf dem Kindle HD zur Verfügung stehen. Neu ist (ausschließlich für die Kindle Fire HDX Modelle, die ein Mikrofon haben9 die Mayday-Funktion, über die man 24 Stunden am Tag Kontakt zu einem Amazon Mitarbeiter aufnehmen kann, der einen per Videochat unterstützt und dabei auch Dinge auf dem Bildschirm markieren kann; insbesondere für die zumeist weniger geschulten Zielgruppen wie Senioren stellt dieses Feature ein sinnvolles, starkes Kaufargument dar, das jedoch vorerst nur in den USA freigeschaltet wird.  Was das Medienangebot angeht, hat man mittlerweile mehr als 27 Millionen Serien, Filme, Ebooks, Musikstücke und Apps im Angebot, womit man einen Vergleich mit Größen wie Google, Apple oder Microsoft auf lange Sicht nicht mehr scheuen muss.

In Bezug auf Mojito gibt es noch folgende Neuerungen, die interessant sein könnten:

  • Die Kompatibilität zu „normalen“ Android Anwendungen wurde stark verbessert
  • Das System erlaubt nun HTML 5 Apps
  • Deutlich mehr Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten
  • Bessere Facebook und Twitter Integration
  • Deutlich bessere Verknüpfung der Amazon Dienste (das Gerät wird stummgeschaltet, wenn Musik spielt, zur Musik werden passende Songtexte angezeigt und vieles mehr)
  • Ein stark verbesserter Download Manager
  • Eine stark verbesserte Batterieverwaltung und neue Stromsparmechanismen
  • Viele Fehler-Behebungen und Performance-Verbesserungen

Das neue Kindle Fire HD kommt einerseits mit der gleichen Ausstattung wie letztes Jahr (wenn man von einem leicht überarbeiteten Display einmal absieht), hat jedoch ebenfalls Mojito vorinstalliert (wenn auch ohne Mayday-Funktion) und ist nochmals 60 Dollar günstiger, wodurch man hier wohl von einem absoluten Preis-Leistungs-Tipp sprechen kann. Offensichtlich erhofft man sich mit dem günstigen Preis die Verbreitung des eigenen Ökosystems noch deutlich zu verstärken, denn bisher sind die Marktanteile zwar gut, aber noch immer auf einem Niveau, das unter dem Optimum liegt.

Alle neuen Modelle werden Ende Oktober in den USA erscheinen, zu einem geplanten Europa Termin ist ebenso wenig etwas bekannt, wie dazu, ob der Fire HDX überhaupt hier erscheinen wird oder Amerika vorbehalten bleibt. Letzeres ist jedoch äußerst unwahrscheinlich.  Das Kindle Fire HDX7 kostet mit 16 GB Speicher 229 Dollar, das Kindle Fire HDX 8.9 379 Dollar; wer ein LTE Modul will zahlt 100 Dollar mehr, für den doppelten Speicher sind 40 Dollar fällig. Damit befindet sich Amazon nach wie vor im unteren Preisbereich, zumal der klassische Kindle Fire HD abermals reduziert wurde.  Amazon stärkt mit Mojito und der überarbeiteten Hardware definitiv sein Ökosystem und es ist irgendwie ausgesprochen sympathisch, wie Amazon seine Ankündigungen ohne große Keynotes und viel Medienrummel über die Bühne bringt.

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