Android 4.4 trägt den Codenamen KitKat – Cleverer Werbegag ohne Mehrwert für den Nutzer

skd187383sdcDonut, Eclair, Frozen Yogurt, Gingerbread, Honeycomb, Ice Cream Sandwich, Jelly Bean und die 5.0 Version soll Key Lime Pie heißen: es hat Tradition, dass Google neue Android Versionen nach leckerem Naschwerk benennt, dabei wird neben der eigentlichen Namensgebung auch ein passendes Maskottchen vor dem Firmensitz aufgestellt, sodass die Frage nach dem Namen viele Nutzer mehr beschäftigt, als die nach Funktionen und Innovationen. Mit Android 4.4 (von dem nicht klar ist, ob es Version 5.0 oder wirklich nur ein weiteres kleines Update sein wird) geht der Hersteller aber neue Wege, erstmals wird ein Werbepartner herangezogen, denn die neue Software heißt KitKat.

Man hat bereits eine Seite für Android KitKat erstellt (siehe hier), bei dem es sich offensichtlich nicht nur um eine kleine Verbesserung handelt, denn die Vorstellung findet unter dem Slogan  „It’s our goal with Android KitKat to make an amazing Android experience available for everybody“  statt (etwa: Es ist unser Ziel, mit Android KitKat eine perfekte Nutzererfahrung für jeden zu ermöglichen).  Dies kann darauf abzielen, dass man sich in Zukunft stärker in Schwellen- und Entwicklungsländern beteiligen will, dass ein besonders günstiges Smartphone aus der Nexus Reihe schon seit einiger Zeit durch die Fachpresse geistert und auch darauf, dass man seit geraumer Zeit versucht, Optimierungen durchzuführen, damit Android auch auf schwachen Geräten butterweich und ohne Ruckler benutzbar ist.

Der Grund, wieso man den Codenamen von Android 4.4 bekannt gab, war die Tatsache, dass inzwischen eine Milliarde Geräte mit dem System aktiviert worden sind; der Grund für Nestle als Werbepartner und KitKat als Namensgeber war, dass der Schokoriegel zu den Lieblingsspeisen vieler Android Entwickler zählt. KitKat produziert nicht nur Sondereditionen seines Riegels, die einen Code haben, über den man PlayStore Gutscheine und Smartphones gewinnen kann, man hat auch schon Werbespots und Bilder zu dem Deal mit Google veröffentlicht. Da beide Firmen enorm von der Marketingmaßnahme profitieren, verzichtete man auf weitere Zahlungen; der positive Nebeneffekt ist angeblich alles, was durch die Werbung gewonnen wird. Wie viel an den Gerüchten dran ist, dass Key Lime Pie als Markenname für immer vom Tisch ist, kann nicht gesagt werden, doch international ist der schmackhafte Limettenkuchen wenig bekannt.

Interessanterweise wurden die Verhandlungen schon auf dem letzten Mobile World Congress in Barcelona geführt, weswegen es erstaunlich ist, dass Android KitKat noch nicht an die Öffentlichkeit gelangt ist, denn die Produktion der Promo Riegel läuft bereits auf Hochtouren. Allerdings habe man in beiden Firmen nur sehr wenige Mitarbeiter eingeweiht, was die perfekte Geheimhaltung unter Umständen erklärt. Es werden insgesamt 50 Millionen Aktionsriegel in 19 Länder geliefert, wovon sich beide Unternehmen finanziellen und pr-technischen Aufschwung erhoffen.

Die Nutzer sind indes skeptisch, was sie von der Kooperation halten sollen, denn man hatte Nestle scharf dafür kritisiert, dass in KitKat Palmöl enthalten ist, wofür Regenwald abgeholzt und Orang-Utans getötet werden. Dies passt auch nicht zu Googles „Don’t be Evil“ Motto, weswegen sich die enge Zusammenarbeit mit Nestle auch als negativ erweisen könnte. Durch den derzeitigen PR Trubel gibt es jedoch kaum Gerüchte zu neuen Funktionen von Android 4.4, das vermutlich zeitnah für die ersten Geräte zur Verfügung stehen wird.

Alles in allem bleibt jedem selbst überlassen, was er von der Kooperation hält, aus Werbesicht ist sie zunächst aber ein cleverer Schachzug, sodass man mangelnde Intelligenz keiner der beiden Firmen vorwerfen kann. Inwieweit die Features von Android 4.4 aka KitKat dem Presserummel gerecht werden können, der derzeit nur um den Namen gemacht wird, bleibt bis zum Schluss abzuwarten. Fakt ist, dass es nach wie vor einiges gibt, das man an dem Betriebssystem verbessern könnte.

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