Ubuntu Edge steht vor dem aus – Ubuntu touch vorerst ohne High-End Modell

ubuntu-edge-steht-vor-dem-aus-ubuntu-touch-vorerst-ohne-high-end-modell.jpgKickstarter und andere Crowdfunding Plattformen waren seit jeher Anlaufpunkt für kreative Projekte und technologische Wagnisse, die sonst niemals zur Marktreife gelangt wären. Die Plattform Ubuntu touch, eine Portierung der beliebtesten Linux Distribution für Handys und Tablets sollte über ein solches Projekt mit dem Ubuntu Edge ein echtes Vorzeigegerät erhalten, was für den Erfolg einer so jungen Plattform durchaus wichtig ist. Nun scheint doch nichts aus dem ambitionierten Indiegogo Projekt zu werden.

Canonical, die Firma hinter Ubuntu touch, hatte eine Summe von 32 Millionen US-Dollar angepeilt, um die Entwicklung und Produktion zu finanzieren, leider sind es nach Ende der Indiegogo Kampagne nur 13 Millionen geworden; dieser Unterschied ist zu gewaltig, als dass er durch externe Geldmittel auszugleichen wäre, sodass man das Ubuntu Edge vorerst wohl abschreiben darf. Besonders ärgerlich ist dieses Ergebnis, da das Projekt sehr gut anfing und es bleibt abzuwarten, wie sich der Verlust auf das gesamte Ökosystem auswirkt.

Unlängst hatte Canonical  versucht, Entwickler über einen Wettbewerb zu locken, dessen Gewinner ein Nexus 4 mit vorinstalliertem Ubuntu touch erhalten. Derartiges Vorgehen ist die gängige Praxis, doch die Zahlen scheinen zum einen ziemlich schwach und zum anderen wäre den meisten ein vollwertiges Ubuntu Phone wohl lieber als ein Konkurrenzprodukt mit einem Port.

Die Leistungsdaten des Ubuntu Edge schienen beinahe zu gut um wahr zu sein und hätten der derzeitigen und der folgenden Smartphone Generation ohne Probleme standgehalten. An erster Stelle wäre da nicht nur das, zumindest auf den Renderbildern (siehe Artikelbild) sehr edle Design des Smartphones, sondern auch das Dualboot System, das den Nutzer bei jedem Start zwischen Android und Ubuntu wechseln lässt, da sowohl Ubuntu, als auch Ubuntu touch vorinstalliert wäre, hätte man sogar noch ein Desktop System gehabt. Davon abgesehen waren vorgesehen: 128 GB interner Speicher, 4 GB Arbeitsspeicher, ein 4,5 Zoll Display mit 720 x 1280 Pixeln, Saphirglas zur Abdeckung des Touchscreens, LTE, Stereo Lautsprecher und ein Akku mit neuer Technologie. Zur CPU und GPU wollte Canonical im Vorfeld nichts sagen und kurz vor Produktionsbeginn auswählen, welche Komponenten am besten verfügbar seien.

Das Ubuntu Edge, das für rund 700 Dollar in den Handel kommen sollte, wird leider nicht erscheinen. Es kann weder an der Hardware, noch an der Software liegen (da ja auch Android zur Verfügung steht), sondern wohl eher daran, dass Ubuntu touch weniger versierten Nutzern kein Begriff ist und diese auch mit Indiegogo, Kickstarter und Crowdfunding generell wenig anfangen können. Es bleibt zu hoffen, dass Ubuntu touch trotzdem Erfolg hat und ein Ubuntu Phone 2.0 irgendwann entwickelt wird.

Tags: , , , , ,

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

*