Facebook Chef gründet Allianz mit führenden Technologie Unternehmen – Das Ziel: Internet für die Welt

facebook-chef-grundet-allianz-mit-fuhrenden-technologie-unternehmen-das-ziel-internet-fur-die-weltDerzeitig  führende Unternehmen im Informationssektor  dehnen ihr Geschäft zusehends auf Bereiche aus, die abseits ihrer Kernkompetenzen liegen: Google arbeitet an Internet, das über Ballons zur Verfügung gestellt wird, Microsoft hat diverse Projekte zur Verbesserung der IT-Infrastruktur von wichtigen wissenschaftlichen oder öffentlichen Einrichtungen und Facebook will nun offensichtlich gleichziehen. Mark Zuckerberg hat mit anderen namenhaften IT Unternehmen die Allianz Internet.org gegründet, die sich dafür einsetzen will, allen Menschen der Erde Internet zugänglich zu machen (derzeit hat nur ein Drittel der Weltbevölkerung Zugriff auf dieses Medium). Böse Stimmen behaupten nun zwar, dass es sich um eine Vergrößerung der Nutzerzahlen im wirtschaftlichen Interesse handelt, doch die Grundidee ist gut, denn das Internet ist unbestreitbar zu einem Motor des Fortschritts geworden.

Die großen Firmen, die mit von der Partie sind, sind neben Facebook: Samsung (im Smartphone Bereich führend), Ericsson, Nokia, Opera, MediaTek und Qualcomm. Dabei gibt es drei große Gebiete, die man als Internet.org angehen möchte, um die ambitionierten Ziele schnellstmöglich zu erreichen:

  • Bezahlbarkeit: Durch besonders günstige Hardware und bezahlbare Tarife im Mobilfunk- und Heimbereich sollen auch wirtschaftlich schwache Länder mit Internet versorgt werden können. Dieser Punkt ist in vielen wichtigen Entwicklungen eine große Hürde für Länder der dritten Welt.
  • Effizienz: In diesen Bereich fallen neue Technologien, um Daten platzsparender und günstiger übertragen zu können. Was die Kompression von Kommunikationsdaten angeht, leistete Opera mit dem eigenen Browser bereits Pioniersarbeit, wovon Internet.org sicherlich profitieren kann.
  • Geschäftsmodelle: Man möchte junge Entwickler und Unternehmer bei der Verwirklichung ihrer Telekommunikationsvision unterstützen und sich dafür engagieren, dass Anwendungen und Dienste in vielen Sprachen verfügbar sind, da die einfache Bevölkerung vieler Entwicklungsländer nur die eigene Muttersprache beherrscht (wenn überhaupt).

Google hat mit dem angesprochenen Projekt Loon schon einen solchen Versuch gestartet: man funkt mit einem Ballon in Internetsignal in Regionen, die bislang keinen Empfang hatten. Darüber hinaus bieten Twitter und Google einige ihrer Dienste in weniger entwickelten Ländern bereits kostenlos an. Es wird sich zeigen. ob noch andere große Unternehmen bei Internet.org einsteigen und was für konkrete Ergebnisse die Allianz erzielt, zunächst wirken die Ziele jedoch nicht nur sehr nobel, sondern auch sehr wichtig für die zukunftsweisende und nachhaltige Globalisierung.

Abschließend bleibt jedoch die Frage, ob Internet.org durch die kommerziellen Interessen der Beteiligten nicht doch verwerflich ist und ob es wirklich wichtig ist, dass Menschen, die hungern müssen oder keine Aussicht auf Bildung haben, darüber in Zukunft auf Facebook berichten können.

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