RIM sucht nach strategischen Möglichkeiten – BB10 Lizenzierung möglich

rim-sucht-nach-strategischen-moglichkeiten-bb10-lizenzierung-moglichDer kanadische Hersteller RIM hat es derzeit nicht einfach: das eigene Betriebssystem Blackberry 10 fristet ein Mauerblümchendasein und trotz der Aktualität der damit bestückten Modelle (Blackberry Z10 und Q5) geht der Verkauf nur schleppend voran. Die Dominanz von Android und iOS kann scheinbar nicht ohne neue Strategien gebrochen werden und auch Windows Phone etabliert sich als das dritte große System. Aus diesem Grund möchte die Führungsetage der mobilen Abteilung ihre strategischen Möglichkeiten in alle Richtungen ausloten und eine Entscheidung treffen, die langfristig zu schwarzen Zahlen führt.

Innovative Ideen gesucht

In dem zu dieser Aufgabe gegründeten Komitee sitzen die führenden RIM Mitarbeiter: arbara Stymiest, Thorsten Heins, Richard Lynch und Bert Nordberg, sowie der Leiter des Komitees, Timothy Dattels. Kurzfristig gesehen soll die Verbreitung von Blackberry OS gesteigert werden und man möchte durch Marketing auch den gesellschaftlichen Wert (den beispielsweise ein iPhone hat) verbessern.  Gefragt sind statt altbekannter Wege wohl vor allem kreative Ideen, sodass auch die Nutzer gespannt sein dürfen, was die enge Zusammenarbeit auf der Führungsetage hervorbringt.

Eine Möglichkeit wären laut den Pressemitteilungen Allianzen oder Joint Ventures mit anderen Firmen im Mobilfunkbereich, ein Schritt der viel früher erfolgen müsste. Apple ist an dieser Stelle außen vor, doch bei Android hat Google mittlerweile eigene Hardware etabliert, die sehr erfolgreich ist (die Nexus Reihe und auch die Kooperation mit Motorola) und die Verbindung zwischen Microsoft und Nokia zielt in eine ähnliche Richtung ab.

Blackberry OS braucht vor allem eins – Werbung

Der Meinung einiger Analysten und Kritiker nach bedarf es gar keiner großen Änderungen der Plattform oder der verwendeten Hardware, es fehlt einfach nur an der richtigen, zielgruppenorientierten Werbung, um den Markt zu prägen. Marketing ist einer der wichtigsten Aspekte im Mobilfunkbereich, ein Gebiet, auf dem Apple Spitzenreiter ist; es handelt sich jedoch gleichsam um ein Gebiet, dass sehr viel Zeit und Geld erforderlich macht. Insbesondere im Business Bereich, mit dem ein Blackberry immer noch stark assoziiert wird, fehlen derzeit Alternativen, eine Lücke, die man durchaus ausnutzen könnte.

Selbst die allerletzte Methode wird derzeit in Erwägung gezogen: ein Verkauf von Blackberry. Dass man darüber spricht heißt allerdings noch lange nichts und das Unternehmen versichert, dass diese endgültige Form der Problemlösung aktuell noch nicht zur Debatte steht.

Alles in allem wurde außer der Gründung eines Komitees bislang noch gar nichts beschlossen, deswegen ist vorschnelle Panikmache in Bezug auf einen Verkauf auch nicht angemessen. BB10 ist ein gutes System und die Möglichkeit auf einen dritten Platz unter den mobilen System ist noch nicht verstrichen. Ein Verkauf wäre auch wegen der langen Tradition und der Qualität, für die RIM steht, bedauerlich.

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