Google Music All Access nun auch in Europa angekommen – Aber nicht in Deutschland

google-music-all-access-nun-auch-in-europa-angekommen-aber-nicht-in-deutschlandMit Google Music ist der Konzern in den Bereich der digitalen Musik eingestiegen und bietet im Android Play  Store seitdem ein stetig steigendes Angebot an verschiedenen Titel und Interpreten an. Darüber hinaus bietet der Musikdienst die Möglichkeit, bis zu 20.000 Songs eines Nutzers in der Cloud zu speichern und diese jederzeit kostenlos (bis auf die anfallenden Datengebühren) zum Handy des Anwenders zu streamen, ein interessanter und für die meisten auch ein äußerst nützlicher Service. Mit Google Music All Access hat man das Angebot nun auch noch um einen Streaming Dienst erweitert, wenn auch vorerst in den USA. Bei diesem kann man zu einem festen Abopreis klassischerweise große Mengen an Musik auf nahezu jedem Gerät abspielen (Smartphones, Tablets, Heimcomputer und Notebooks, sowie Anlagen).

Die guten Nachrichten sollten an dieser Stelle sein, dass der Streaming Dienst auch in Europa sein Debüt feiert, die schlechten Nachrichten sind, dass deutsche Benutzer vorerst in die Röhre gucken und sich weiterhin Alternativen wie Spotify oder Ampya bedienen müssen, um in den Genuss von Musikstreaming zu kommen. Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Irland, Luxemburg, England und Österreich sind die Länder, in denen der Dienst zu einem Monatspreis von 7,99€ (bis zum 15. September) bzw. 9,99€ pro Monat (nach Ablauf des Aktionszeitraums) verfügbar ist. Darüber hinaus ist es möglich, das „Radio ohne Grenzen“, wie Google es nennt, einen Monat lang kostenlos und ohne Einschränkungen zu testen.

Die ersten Testergebnisse sind sowohl im europäischen, als auch im amerikanischen Raum durchweg gut, was einerseits an der klaren Designsprache, andererseits an der von Google gewohnt guten Umsetzung liegt. Neben dem Bloßen Hören von Musik wird auch das Thema „Entdecken“ umgesetzt, dass derzeit bei vielen Streaming Dienstleistern eine Hauptrolle einnimmt. Google Music All Access kann, mit einer ebenfalls recht guten Erfolgsquote, Musik vorschlagen, die zum eigenen Geschmack passt.

Weswegen Google Music All Access in Deutschland nicht verfügbar ist, wird derzeit heiß diskutiert, doch faktisch gesehen gibt es nicht mehr als Gerüchte. Schon seit geraumer Zeit haben Google und die Rechteverwertungsgesellschaft GEMA in Deutschland einen Streit wegen verschiedenen Musikvideos auf YouTube. Die GEMA forder auf der einen Seite gebühren, Google will diese höheren Beiträge auf der anderen Seite nicht zahlen und sperrt auch prophylaktisch Videos, was dazu führt, dass viele Nutzer in der GEMA ihr erklärtes Feindbild sehen. Ob es überhaupt mit der GEMA zu tun hat und ob es sich um ein Verbot, eine Vorsichtsmaßnahme oder eine clevere Strategie handelt, um das Ansehen der Gesellschaft weiter zu schwächen, ist derzeit nicht klar, da sie noch keine der Parteien zu den Vorwürfen äußerte.

Alles in allem bleibt zu hoffen, dass Google und die GEMA ihre Streitigkeiten beiseite legen, denn es ist einmal mehr der Nutzer, der die Konsequenzen dieses von Geldgier geprägten Konflikts ausbaden muss. Google Music All Access hat in Europa innerhalb kurzer Zeit viele neue Kunden finden können und den deutschen Markt so sträflich zu vernachlässigen, könnte den Zugang zu vielen weiteren Kunden verwehren.

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