Gewaltiges Google Maps Update – Latitude raus, viele Verbesserungen, kein direktes Offline speichern mehr

gewaltiges-google-maps-update-latitude-raus-viele-verbesserungen-kein-direktes-offline-speichern-mehrGoogle Maps ist ein wirklich beeindruckender Dienst, denn die Navigationslösung hat es nicht nur geschafft, sich unter Android zum Klassenprimus zu entwickeln, sondern erfreut sich auch unter iOS und anderen Systemen größter Beliebtheit. Unter anderem liegt das daran, dass Google viele Funktionen kostenlos anbietet, die andere Hersteller nur für Geld anbieten (natürlich ist bei Google im Gegenzug dazu eine Bezahlung mit den eigenen Nutzerdaten nicht zu bestreiten), und dass es der Konzern schafft, in einem ziemlich kurzen Release-Zyklus neue Updates zu veröffentlichen. Ein solches soll nun gravierende Veränderungen bringen, positive wie negative, iOS und Android in ihren Versionen einander annähern und sorgte schon kurz nach dem Release für großen Unmut, der sich mit einem zweiten Update jedoch in Wohlgefallen aufgelöst hat.

Das neue Design von Maps basiert auf einem Konzept, welches man bereits Ende letzten Jahres für Apple Produkte vorgestellt hatte und dass nun endlich umgesetzt worden ist. Viele Steuerelemente sind anders angeordnet, insgesamt wirkt alles noch ein bisschen aufgeräumter und moderner, als es bei der letzten Version der Fall gewesen wäre. Von den positiven Veränderungen ist die vereinfachte Einbeziehung von dynamischen Verkehrsdaten bei der Routenberechnung wohl eine der auffälligsten:  wenn etwa ein Stau die Weiterfahrt verhindert oder verzögert, reicht in Zukunft eine Berührung aus, um Informationen zur aktuellen Situation und alternativen Routenvorschläge einzublenden.

Die wohl größte Neuerung bezieht sich allerdings auf die Interaktion des Nutzers mit seiner Umgebung und wird in Zukunft vieles noch einfacher machen. Mit dem neuen Feature zum Entdecken neuer Orte folgt Google einem Trend, denn in allen Branchen liegt das Entdecken neuer Inhalte derzeit im Fokus der Entwickler; man findet in Zukunft Restaurants, Clubs und Orte, von denen Google glaubt, dass sie einem gefallen und in ersten Tests klappt das erstaunlich gut. Darüber hinaus gibt es für Lokalitäten nun ein Bewertungssystem, das wenig komplex und einfach zu handhaben ist, da man lediglich bis zu 5 Sterne vergibt; in Kombination dazu wird der Dienst Zagat mit dem Google Maps Update besser integriert, ein Bewertungsportal für Hotels und Gastronomiebetriebe, welches Google vor einiger Zeit erworben hatte.

Was die Ärgernisse angeht, so bezieht sich dies zum einen auf das Fehlen von Latitude, ein Dienst, der nun in Google+ ausgelagert wird und ab dem 9. August auch in älteren Versionen der Navigationslösung deaktiviert wird (mit Latitude konnte man seine Position anderen Nutzern anzeigen), und auf die scheinbar fehlende Möglichkeit, die Karten in Zukunft herunterzuladen, um die Offline Navigation zu nutzen. Google hat hier schnell eingelenkt und klärt in der verbesserten Version der Anwendung darüber auf, was mit Latitude passiert ist und zeigt unter dem Suchfeld nun eine Schaltfläche namens „Make this Area offline available“ an, über die man bestimmte Ausschnitte wie gewohnt herunterladen kann.

Alles in allem geht Google hier eindeutig mit der Zeit, indem man die Barrieren zwischen Android und iOS abbaut und ein strukturierteres Design vorzieht. Die wenigen Kritikpunkte an der neuen Version sind bereits behoben, doch bleibt abzuwarten, inwieweit das neue Bewertungssystem einen Nutzen hat, da es in der Vergangenheit oft zu gefälschten Bewertungen und unsachgemäßen Kritiken kam. Sowohl die Variante für Smartphones, als auch für Tablets sind im Google PlayStore bzw. im iOS Appstore verfügbar.

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