Google Hardware angekündigt – Android Gamingkonsole, eine Android Smartwatch und eine zweite Chance für Nexus Q

google-hardware-vorgestellt-android-gamingkonsole-neue-nexus-gerate-und-eine-zweite-chance-fur-nexus-qDie Google I/O war diesmal von einigen weniger interessanten Ankündigungen geprägt worden, doch von der besonders interessanten Hardware, die der Konzern zweifellos entwickelt, war leider nichts zu sehen. Dabei gibt es schon seit Monaten Gerüchte über revolutionäre neue Smartpohones oder Tablets, eine eigene Smartwatch und viele Dinge, die ziemlich unwahrscheinlich erscheinen. Wie das Wall Street Journal nun verkündete, arbeiten die Ingenieure bei Google derzeit an drei Geräten, die zum Teil aus Geschäftsfeldern kommen, auf denen Google noch keine Erfahrung besitzt: da wären eine Android Konsole, die wohl vom Erfolg des Kickstarter Projekts Ouya inspiriert ist, eine Smartwatch, welche insbesondere dem Konkurrenten Apple die Käuferschaft abspenstig machen soll und Nexus Q, interessantes Zubehör für alle Android Geräte. Allein, dass die Chance besteht, derartig innovative Geräte direkt von Google zu beziehen, ist einen Blick auf die derzeitigen Gerüchte wert.

Die Android Spielekonsole würde dem Konzern ein Geschäftsfeld eröffnen, bei dem es um viel Geld geht und da es auf der Google I/O dieses Jahr auch um die Spielemöglichkeiten des Systems ging, scheint so ein Schritt zumindest logisch. Sony, Nintendo und Microsoft werden bald neue Konsolen auf den Markt bringen, Gerüchten zu Folge arbeitet auch Apple an einer neuen Konsole und mit Projekten wie Ouya und Nvidia Shield wird Android ebenfalls in diesem Gebiet genutzt. Auch auf mehrere Anfragen wollte sich bei Google niemand zu den Gerüchten äußern, doch gerade in Kombination mit den Smart-TVs und der Tatsache, dass man ohnehin direkten Einfluss auf Spiele für Smartphones und Tablets und die im Hintergrund laufende Software nimmt, erlauben es zumindest, der Konsole eine Chance auf Veröffentlichung einzuräumen. Wenn die Hardware leistungsstark genug ist und man die Bedienung elegant löst, konnte eine solche Gamingkonsole für mehr Begeisterung sorgen, als es Ouya und Konsorten derzeit tun.

Bezüglich der Google Smartwatch muss hier ganz klar gesagt werden, dass es sich um eine Reaktion auf Apples Pläne hinsichtlich einer Erweiterung der Möglichkeiten durch tragbares Zubehör handelt; Apple bekundete bereits mehrmals großes Interesse an sogenannten „Wearables“. Da es derzeit nur wenige Anbieter von ernstzunehmenden Geräten gibt, könnte die Zeit zwar reif sein, aber wie sich eine Smartwatch auf die Verkaufszahlen von Project Glass (das entfernt in eine ähnliche Richtung geht) verhält, bleibt abzuwarten.

Schließlich wäre da noch die Neuauflage des Nexus Q, es war die erste von Google entwickelte und herausgebrachte Hardware, eine schön und mysteriös anmutende Google, von der zunächst kaum jemand wusste, was es damit auf sich hatte.  Es waren nur einige Exemplare zu einem völlig überhöhten Preis von 299 US-Dollar versandt worden, ehe man die Streaming Box nicht weiter vertrieb und den Erscheinungstermin auf unbestimmte Zeit verschob; die Fachpresse bemängelte damals auch, dass man nur Streams aus dem Internet und keine lokalen Dateien abspielen konnte und dass die Navigation sich wenig intuitiv und anschaulich gestaltete.

Alles in allem handelt es sich bei den Ankündigungen zu Googles neuer Hardware nur um Gerüchte, obwohl die Nexus Reihe und Google Glass zeigen, dass man zu eigener Hardware fähig ist (auch wenn ersteres in Kooperation mit anderen entstand) und alle Artikel reizvoll wären. Insbesondere eine neue Nexus Q Variante würde auf viel Gegenliebe stoßen;  mit einer Smartwatch oder Spielekonsole ist vor der Ankündigung der nächsten Android Version jedoch kaum zu rechnen.

 

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