Das neue Google Maps – schöner, schneller und mit neuen Funktionen

Das neue Google Maps - schöner, schneller und mit neuen Funktionen

Google Maps ist die wichtigste Navigationslösung, die es derzeit gibt: Bing Maps, Nokia Here und Anwendungen von Drittanbietern können kaum mit der Funktionsvielfalt und insbesondere mit dem hochwertigen Kartenmaterial des Herstellers konkurrieren, durch die Vorinstallation auf Android Geräten hat man zudem eine gewaltige Nutzerschaft. Dennoch holt die Konkurrenz immer weiter auf – Grund genug für den Suchmaschinen Riesen den wichtigen Dienst einer Generalüberholung zu unterziehen.

Wer derzeit an der Beta Version ohne Einladung teilnehmen will, der kann das übrigens wie folgt tun: man benötigt einen Browser (zum Beispiel Google Chrome), mit dem sich Cookies manuell editieren lassen. Dann sucht man nach Google Maps und ersetzt den Inhalt des Cookies mit der kryptischen Bezeichnung NID durch diesen Code: „67=MzRdy0T16I7lw9REhtIF5N5lkuoSy1s7cJGFa24wZ6pRK0kRpU9SqiTWy9r_DQ4UxdmHjSeMImvsqgrVUbC0T9FhuESvl__dlkZwRBTxkzxWcdq8vDcpuvnuve6yI78LeqFFK21yc0_6Bp3cHS4Z3a6nwwBQm_fW8DfHF7lv6OrkDosmMa-GaDOLVXR2ewK5-xAk„. Nach dem Speichern und eventuell einem Neustart des Browsers kommen alle Anwender in den Genuss der neuen Navigationslösung.

Die größte Veränderung betrifft zunächst wohl das Layout: bis auf die schmale dunkelgraue Navigationsleiste oben im Bild wird nun der gesamte Platz von der Kartenansicht eingenommen. Steuerelemente, wie Suchfelder oder Ähnliches werden einfach ein- bzw. ausgeblendet. Unter dem Suchfenster stehen einem nun diverse Funktionen zur Verfügung: man kann sich die zuletzt besuchten Orte ansehen, in der aktuellen Gegend nach interessanten Lokalitäten wie Restaurants oder Bars suchen lassen, direkt die Eingabe einer Route starten und sich Daten zur aktuellen Verkehrslage ausgeben lassen. Schließlich hat man sich darum bemüht, die Linien des öffentlichen Nahverkehrs und die Umstiegsmöglichkeiten deutlicher hervorzuheben. Die Änderungen passen gut zum neuen Designkonzept von Google und insgesamt sieht Google Maps durch das gewaltige Update um vieles moderner aus.

Ebenfalls interessant ist das Konzept hinter der neuen Version der Navigationssoftware, eine Karte zu erzeugen, die dem Nutzer sämtliche relevanten Informationen auf einen Blick anzeigt. So werden diese nun bei jeder Veränderung neu gezeichnet und in übersichtlicher Art und Weise behält man den Überblick über relevante Orte in der Nähe, über Orte, die man besucht hat, Zusatzinformationen und auch über Empfehlungen von Freunden. Der Trend geht also auch im Bereich der Navigation immer mehr hin zu sozialen Funktionen.

Links unten kann man zwischen den gewohnten Ansichten „Satellit“ und „Karte“ wechseln, wobei Satellit nun in „Erde“ umbenannt worden ist. Street View und weitere Aufnahmen zum aktuellen Ort sind über die neue Karussell-Ansicht unten rechts einzusehen, wobei Street View zunächst aktiviert werden muss.  In der Erdansichten kann man die Perspektive nicht nur neigen, sondern kommt auch in den Genuss vieler Bauwerke, die in 3D umgesetzt werden (in Deutschland vor allem in Berlin und München). Zum jetzigen Zeitpunkt leidet die 3D Darstellung noch unter einigen Grafikfehlern, bei der neuen Google Maps Version handelt es sich aber auch noch nicht um ein finales, marktreifes Produkt. Die neue Perspektive kann derzeit ohnehin nur über den Browser Chrome erreicht werden.

Was außerdem auffällt, insbesondere dann, wenn man die Ansicht „Erde“ in Kombination mit Chrome nutzt ist, dass der Navigationsdienst unglaublich schnell reagiert: jede Eingabe und jede Bewegung wird unverzüglich durch ein Ereignis quittiert, Inhalte laden noch schneller als zuvor und Ruckler treten äußerst selten auf.

Eine weitere neu Funktion, die nun auch in die alte, offizielle Google Maps Version integriert wurde, ist die Unterstützung von Fahrradrouten für Deutschland. Im Zusammenhang mit dem ADFC, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, hat man den Zugriff auf 250.000 Kilometer geprüfte Radstrecken erarbeitet; die neuen Routen sollen zeitsparend sein und vielbefahrene Strecken meiden. Außerdem werden die Umgebungsparameter (die Beschaffenheit des Bodens, die Anzahl an Ampeln, etc.) auch bei Radfahrern in die Fahrtdauer einbezogen. Android Nutzer kommen auch hier in den Genuss per Sprachansage zu navigieren – ideal, wenn man das Auto einmal stehen lassen will.

Alles in allem ist Google Maps nun deutlich intuitiver und schneller zu handhaben als bisher und die Anpassungen an das moderne Internet hatte der Dienst inzwischen notwendig, wirkte das Design bisher doch sehr altbacken. Die Fahrradrouten für Deutschland sind darüber hinaus eine nette Geste und werden in Zukunft wohl dafür sorgen, dass noch mehr Menschen die Navigationslösung einsetzen.

 

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