FairPhone zur Vorbestellung bereit – Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen garantiert

FairPhone zur Vorbestellung bereit - Nachhaltigkeit und faire Arbeitsbedingungen garantiert Die meisten Smartphones sind in ihrer Produktion äußerst umweltschädigend und viele Hersteller kümmern sich zu wenig um den wichtigen Aspekt der Nachhaltigkeit; durch geplante Obsoleszenz, also das absichtliche verkürzen der Lebenszeit von Geräten, und die schnellen Releasezyklen, sowie durch die fehlende Möglichkeit zur umweltgerechten Entsorgung der Modelle, wird der Umweltschutz im Mobilfunksektor zusätzlich erschwert. Das FairPhone, erstmalig auf dem MWC 2013 angekündigt, ist ein ambitioniertes gerecht, es will sowohl ein nachhaltiges, als auch ein faires Smartphone sein und ist zudem äußerst verbraucherfreundlich. Nun ist das FairPhone zur Vorbestellung bereit.

Die Modelle, die nun vorbestellt werden, sollen im September diesen Jahres ausgeliefert werden. Das Projekt nahm sehr viel Zeit in Anspruch; so verwendet man beispielsweise nur Rohstoffe, die aus Minen gewonnen wurden, deren Gewinne nicht zur Unterstützung von Konfliktparteien in destabilisierten Regionen genutzt werden. Die Produktion des FairPhones findet in China statt, da eine europäische Produktion zu teuer geworden wäre; man hat sich nun für den Hersteller A’Hong entschieden, dessen Fertigungshallen von den Initiatoren des Projekts persönlich in Augenschein genommen wurden.

Im Inneren kommen sehr moderne Komponenten zum Einsatz: der mit 1,2 GHz getaktete Quadcore Prozessor MTK6589M der Firma Mediatek, eine äußerst schnelle Grafikeinheit und ein 4,3 Zoll Tocuhscreen mit 960 x 540 Pixeln, der von dem widerstandsfähigen Dragontail-Mineralglas der Firma Asahi geschützt wird. Intern stehen 16 Gigabyte Speicher zur Verfügung, im Kommunikationssektor stehen 3G, WLAN und Bluetooth geben. Abgerundet wird die Ausstattung durch eine 8 Megapixel Rück- und eine 1,3 Megapixel Frontkamera für Videotelefonie. Auf dem FairPhone wird Android 4.2 laufen; in Frage gekommen wären ebenfalls Firefox OS, Ubuntu und Sailfish/Jolla, die jedoch noch nicht marktreif seien, so ein Sprecher. Eventuell wird man später die Option anbieten, das FairPhone mit einer beliebigen Plattform auszuliefern. Besonders interessant ist abschließend, dass das FairPhone Dualsim fähig ist, also zwei Sim Karten unterstützt.

Was die Verbraucherfreundlichkeit und den Umweltschutz angeht, so setzt man ebenfalls auf eine effiziente Strategie: der Akku lässt sich austauschen, der Speicher über eine Micro-SD Karte erweitern und die Verpackung wird so minimalistisch wie möglich gehalten. Zubehör wie ein Ladekabel liefert man ebenfalls bewusst nicht mit, da der Hersteller davon ausgeht, dass jeder so etwas bereits zu Hause hat. Insgesamt soll sich das faire Smartphone sehr viel leichter und billiger öffnen bzw. reparieren lassen, als es bei der Konkurrenz der Fall ist.

Im September geht es also los mit dem ersten nachhaltigen Smartphone der Welt, 325€ soll es kosten und zunächst ist es auf 5.000 Exemplare limitiert (mittlerweile schon fast 3000 Reservierungen). Das FairPhone wird wohl ein Einzelprojekt bleiben, aber es zeigt auf ,dass es eben doch anders geht, dass auch ein modernes Modell die Umwelt achten kann und es wäre doch schön, wenn sich die großen Hersteller zumindest einige Dinge bei dem  Projekt abschauen und zukünftig übernehmen würden.

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