YouTube bietet zukünftig besondere Kanäle für gemeinnützige Organisationen an

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Die zum Konzern Google gehörende Videoplattform YouTube hat sich im Web eine Vormachtsstellung erarbeitet, an der kaum zu rütteln ist. Neben den vielen normalen Nutzern sind auch Unternehmen, Prominente oder Politiker auf YouTube vertreten und buhlen auf ihren Kanälen um die Gunst der Nutzer. Längst hat sich die Website, die Anfangs vor allem als Spielerei angesehen wurde, zu einem festen Begriff innerhalb der modernen Internetkultur avanciert und ist zu einem wirksamen Medieninstrument, einem Sprachrohr für jeden, der etwas zu sagen hat, geworden. Um mehr gemeinnützige Organisationen auf den Dienst aufmerksam zu machen, will man diesen ab sofort eine besondere Form von Kanälen zur Verfügung stellen, die über eine erweiterte Funktionalität verfügen.

Neue Möglichkeiten für gemeinnützige Organisationen

In einem Zitat heißt es: „“Wir haben ganz viele Möglichkeiten, die sonst nur Werbekunden und Partner hatten, die jetzt mit diesen Kanälen möglich sind.“ Gemeint sind damit die Möglichkeiten, sogenannte Call-To-Action Overlays einzubinden, Meldungen im Video, die auf externe Websites aufmerksam machen und es dem Benutzer ermöglichen, diese direkt aufzurufen,  Spendemöglichkeiten direkt über YouTube zu integrieren, die Möglichkeit zum Livestreaming, was sich für Ereignisse oder Ähnliches nutzen lässt, das Hinzufügen von Benachrichtigungen zum Video und zuletzt das Einrichten eines Community Forums, was direkte Diskussionen vereinfacht, da es sich besser eignet als die Kommentarfunktion. Aktuell stehen die speziellen Kanäle für gemeinnützige Organisationen in Australien, Deutschland, Großbritannien und Nordirland, Irland, Kanada und den USA zur Verfügung, sofern man dort als eine gemeinnützige Organisation oder Nicht-Regierungs-Organisation (NGO) eingetragen ist.

Das Programm besteht in den USA bereits seit 2008 und nach Angaben einer YouTube Sprecherin gehöre der Anteil an Videos gemeinnütziger Organisationen zu dem, der am schnellsten wächst. Auch von Seite solcher Institutionen nimmt man die erweiterten Möglichkeiten sehr positiv auf: „Das ist wahnsinnig interessant für uns“, sagte Melanie Gömmel, Social-Media-Managerin der Naturschutzorganisation WWF Deutschland. „Da warten wir schon die ganze Zeit drauf.“ Der WWF plane ebenfalls eine eigene YouTube Präsenz mit diesen neuen Funktionen, sobald man das Programm auf der re:publica kommende Woche genauer erörtert hat. „Als Spendenorganisation sind wir darauf angewiesen, möglichst viele Kanäle zu unterhalten, um unsere Arbeit bekannt zu machen.“, sagte der Sprecher des deutschen Kinderhilfswerks. Die Organisation betreibt bereits einen normalen Kanal und plant nach eigenen Aussagen die Ausweitung auf die besonderen Kanäle.

Mit der Zeit wird sich zeigen, inwieweit der Trend von den großen deutschen Hilfsorganisationen aufgenommen wird und ob er flächendeckend Anwendung findet. Die Nachricht, dass YouTube besondere Kanäle für gemeinnützige Organisationen anbietet ist in jedem Fall positiv zu werden, wobei die nach wie vor andauernden Streitereien mit der GEMA auch hier die Stimmung trüben: Musik darf auch von Vereinen, die nicht profitorientiert und ehrenamtlich arbeiten, nicht ohne den Erwerb der Rechte genutzt werden.

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