Google Babel kommt – Instant Messenger soll Google Talk, Hangouts und Co. vereinen

Google Babel kommt - Instant Messenger soll Google Talk, Hangouts und Co. vereinenGoogle bietet verschiedene Instant Messenger an, sei es Google Talk, der Google+ Messenger, die Hangouts, Google Voices oder ein anderer Dienst. Problematisch an der Vielzahl der Dienste ist, dass sie untereinander zum Teil nicht kompatibel sind und die wenigsten Nutzer mehrere Dienste in Gebrauch haben. Da die Konkurrenz in diesem Sektor immer größer wird (WhatsApp, iMessage für iOS und herstellereigene Lösungen wie Samsungs ChatOn), muss sich der Suchmaschinenriese in Zukunft einiges einfallen lassen, um in diesem Markt weiterhin mitmischen zu können und nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Die Antwort heißt angeblicbhGoogle Babel, ein plattformübergreifender Messenger, der alle Technologien des Konzerns in sich vereint und so Kommunikation auf allen Kanälen erlaubt. In diesem Zusammenhang wirkt die biblische Geschichte von Babel zwar durchaus passend, das Ende derselbigen ist aber kein allzu guter Vorbote für das Großprojekt.

Die Gerüchte stützen sich vorwiegend auf drei Berichte: zunächst erhielt der Google+ Benutzer Patric Dhawaan beim Löschen einer Google Mail Nachricht die Meldung, dass die gelöschte E-Mail weiterhin in Babel zur Verfügung stehe, weitere Berichte stützen sich auf Fehlerreports in dem Chromium Framework, Grundlage des erfolgreichen Browsers Chrome, in denen sich zahlreiche Hinweise auf eine Applikation mit dem Namen Babel finden lassen. Abschließend soll der Blog Droid Life Insiderinformationen eines Mitarbeiters zum Gerücht bekommen haben. Da die Hausmesse des Unternehmens naht und ein guter Ort für eine solch spannende Ankündigung wäre, sind diese vagen Vermutungen Grund genug, sich näher mit der Idee des neuen Google Instant Messengers zu beschäftigen.

Den Angaben zufolge scheint der Dienst derzeit intern getestet zu werden und befindet sich in einer ausgereiften Version. Babel soll unter Android, iOS, Chrome, Chrome OS, Google+ und Google Mail aufrufbar sein (weitere Betriebssysteme wie Windows Phone oder BlackBerry OS dürften bald folgen) funktionieren, wobei Android den Messenger möglicherweise als festen Bestandteil erhalten könnte. Babel soll sich so von jedem Gerät aus an jedem Ort nutzen lassen und wird bisherige Dienste (siehe oben) nach und nach ersetzen. Bekannt ist auch, dass die Benutzeroberfläche gesprächbasiert sei, dass man Konversationen mit mehreren Personen gleichzeitig führen kann und dass der Versand von Dateien bzw. Bildern möglich sei. Dass man von jedem Gerät aus auf ein und dasselbe Protokoll zugreifen kann, Babel wohl kostenlos wird und dass die Integration so tief wird, sind allesamt gute Zeichen, dass Google auch hier Marktführer wird. Der Instant Messenger wäre somit eine sinnvolle, wenn auch zum Teil fragwürdige Ergänzung des riesigen Portfolios von Software.

In diese Richtung zielt auch das Gerücht ab, dass das Unternehmen Verhandlungen betreffend einer Übernahme von WhatsApp führt, einem Messaging Dienst mit mehr als 100 Millionen registrierten Benutzern, der Google angeblich 700 Millionen bis 1 Milliarde Dollar wert sein soll. Wenn es gelingt, könnte WhatsApp in Babel aufgehen, sodass der wichtigste Konkurrenz eleminiert wäre; außerdem gewinnt man durch die ganze Entwicklung stärkere Unabhängigkeit von den Mobilfunkanbietern.

Google Babel scheint ein logischer Schritt zu sein und angesichts der vielen fundierten Indizien ist die Existenz des Dienstes wohl kein Geheimnis mehr, auch wenn man auf die Umsetzung und den Erfolg gespannt sein darf. Da sich Babel offensichtlich schon in der Testphase zu befinden scheint, dürfte der Dienst zeitnah präsentiert und veröffentlicht werden.

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