Google Reader wird eingestellt – Beliebte RSS Software nur noch bis zum 1. Juli online

google-reader-wird-eingestellt-beliebte-rss-software-nur-noch-bis-zum-1-juli-onlineGoogle hat eine teilweise sehr kundenfeindliche Strategie, wenn es um das Abschalten langjährig gepflegter Dienste geht. Der Softwaregigant startet eine neue Software, evaluiert und verbessert sie und irgendwann wird sie entweder monetarisiert und erfolgreich weitergeführt oder innerhalb kürzester Zeit eingestellt. Dieses Schicksal soll auch die beliebte RSS Anwendung, den Google Reader, ereilen; die News Software wird ihren Dienst ab dem 1. Juli einstellen. Die Begründung ist, dass die Nutzerzahlen zu gering seien.

Restrukturierung trifft viele Dienste

Nachdem der Reader vor rund 8 Jahren im Oktober 2005 gestartet und ab 2007 der breiten Masse zugänglich gemacht wurde, haben die Nutzerzahlen angeblich stetig abgenommen, wenn man Google glauben schenken darf. Der Vorteil der serverbasierten Feed Lösung war jedoch, dass man Nachrichten geräteübergreifend lesen und synchronisieren konnte, ohne dass man auf mehreren Plattformen separate Dienste brauchte. Ein weiterer Grund für die Aufgabe des Dienstes ist, dass man in Zukunft mehr Energien in eine geringe Produktpalette stecken will; neben dem Reader soll auch der Support für Building Maker, Cloud Connect, Voice für Blackberry, Search API for Shopping, CalDAV API, sowie Snapseeed erlischen. Aufgrund der Tatsache, dass die RSS Software bis auf eine Google+ Integration seit langer Zeit keine Verbesserung erfahren hat, war abzusehen, dass man bald den Stecker ziehen würde.

Gute Reader Alternativen stehen in den Startlöchern

An alternativen Diensten mangelt es jedoch nicht, auch wenn diese Aufgrund der weniger hohen Verbreitung bislang nicht so viele Plattformen abdecken und auch nicht so ausgereift sind, wie der Google Reader. Problematisch für die Alternativen ist jedoch, dass viele bislang auf dem Produkt von Google aufbauten, nun aber alternative Quellen bemühen müssen, um zeitnah und in großer Menge an qualitativ hochwertige Daten zu gelangen.

Da die Benutzer des Google Readers nicht wollen, dass er eingestellt wird, hat man eine Petition ins Leben gerufen, die bislang mehr als 15.000 Unterzeichner gefunden hat; es ist jedoch nicht klar, ob und wenn ja wie diese Unterschriftenaktion den Konzern beeinflussen wird. Indes hat der ehemalige Google Mitarbeiter Brian Shih verlauten lassen, dass dieser Schritt zum Zweck habe, möglichst viele Nutzer für Google+ zu gewinnen und dass dies bereits bei der Einführung des sozialen Netzwerkes beschlossen worden sei. So oder so werden sich in Zukunft jedoch gute Produkte anbieten, um die Lücke zu schließen.

 

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