Google+ mit zahlreichen Designänderungen – Überdimensionale Coverbilder inbegriffen

google+j designaenderungenGoogle+ zählt zu den wichtigsten sozialen Netzwerken, doch noch ist die Konkurrenz, allen voran natürlich Facebook, noch zu stark vertreten, als dass man eine ernste Gefahr darstellen würde. Um aktiv auf die Nutzerwünsche eingehen zu können, die Bedienung intuitiver zu gestalten und auch neue Benutzer anlocken zu können,  wurde nun ein Google+ Update veröffentlicht, welches, zum Teil gravierende, Änderungen vornimmt und so vor allem das Design des sozialen Netzwerkes verändert.

Die Umgestaltung des Profils

Hier hat Google die auffallendsten und gewöhnungsbedürftigsten Neuerungen präsentiert. Nutzer können nun sehr große Coverbilder (2120 x 1192 Pixel) hochladen; diese Coverbilder sind der Mittelpunkt der neuen Profilansicht, wobei man die wichtigsten Profil Informationen, die Navigation, sowie das Profilbild, welches nun rund statt eckig ist, nun ebenfalls weiter nach oben verschiebt. Mit den Coverbildern und dem insgesamt minimalistischen Profildesign traut sich der Konzern in eine neue Richtung (Parallelen zur Chronik von Facebook sind nur in Ansätzen vorhanden), von der sich noch zeigen muss, wie sie die breite Masse aufnimmt.

Shortcuts zu Kommunikatuionsmöglichkeiten

Auf Profilen von Nutzern, die diese Neuerung aktiviert haben (unter Einstellungen  bei „Kontaktaufnahme über mein Profil erlauben“ ein Häkchen setzen), sieht man ab sofort drei Buttons, über die man einer Person direkt eine Nachricht, eine E-Mail oder die Anfrage zu einem Hangout senden kann. Durch diese Funktion will man die Kommunikation der Google+ Community untereinander vereinfachen. Im Rahmen dieser Umstellung kann man einen Freund nun nur noch entfernen, bzw. eine Person nur noch Blocken, wenn man sich des Zahnradmenüs bedient. Da diese Funktion jedoch seltener genutzt werden sollte als die Kommunikationsmöglichkeiten, ist dieser Wegfall verschmerzbar.

Überarbeitung der persönlichen Informationen

 Die persönlichen Informationen sind das Aushängeschild der eigenen Person auf einem sozialen Netzwerk und sollten deswegen ebenfalls übersichtlich dargestellt werden. Google unterteilt die Sektion „Über mich“ nun sehr strukturiert in die folgenden Bereiche: Personen, Geschichte, Geschäftlich, Ausbildung, Kontaktinformationen, Allgemeine Informationen, Links und Apps. Um die einzelnen Bereiche noch einfacher zu bearbeiten, wird man durch das Update ab sofort von einer Schritt-für-Schritt Progressbar unterstützt, die einen durch die verschiedenen Felder der persönlichen Informationen führt.

Übersichtlichere Visitenkarten

 Wenn man in einem beliebigen Teil des sozialen Netzwerks über den Namen eines Nutzers fährt, so erscheint seit jeher eine kleine Pop-Up Ansicht mit den wichtigsten Informationen. Auch diese hat Google nun an das neue Design angepasst, nüchterner gestaltet und auf ihr die Verknüpfungen zu den Kommunikationsmöglichkeiten platziert.

Verbessertes Admin Dashboard

 Wer Administrator einer Google+ Seite ist, der wird auch hier ein angepasstes Layout vorfinden. Die Seitenverwaltung erhält von Google ab sofort eine Übersicht der erstellten Seiten, die neben den wichtigsten Informationen und einem Link zur entsprechenden Seite auch das Datum des letzten Beitrages und die Zahl der Follower enthält. Insgesamt behält man so insbesondere bei einer Vielzahl von Seiten die Übersicht deutlich besser.

Update von Google+ Local

 Lokale Angebote sind unter „Goolge+ Local“ zu finden; diese Schnittstelle scheint für den Konzern stärker in den Fokus zu rücken, da man auf diesem Weg leichter kontextsensitive Werbung integrieren und die Plattform so besser monetarisieren kann.  Über den neuen, optional einblendbaren Tab „Erfahrungsberichte“ lassen sich Reviews, die man zu irgendwelchen Etablissements geschrieben hat, nun in einer separaten Übersicht betrachten. Neu ist auch, dass Google+ Local Seiten ab sofort ein Coverbild, nämlich einen Google Maps Ausschnitt nebst Pin der genauen Adresse, enthalten, sodass potentielle Kunden direkt abschätzen können, wo genau sich eine Einrichtung befindet.

Überarbeitung der Alben

Auch das Design der Alben hat man an die neue, übersichtlicher Strukturierte Oberfläche angepasst. In Reihen von jeweils drei Bildern werden die Fotos in Form mittelgroßer Kästen angeordnet, was die Usuability weiter verbessert.  Weniger offensichtlich beginnt Google nun mit dem Abschalten seines Onlineservices zur Bildverwaltung Picasa. Wer ein Picasa Webalbum betreibt, wird in Zukunft zu einem Google+ Album weitergeleitet; so will man den Nutzern den Umstieg vermutlich zwangserleichtern.

Verbesserte Hangouts

Die Hangouts sind eines der zentralen Alleinstellungsmerkmale von Google+ und erfahren ebenfalls eine Auffrischung. Schon seit geraumer Zeit kann man Personen, die gerade nicht am Computer sind, anrufen und so über ihr Smartphone zur Videokonferenz einladen. Durch das Google+ Update werden nun neben einer Nummerntastatur, die die Eingabe erleichtern soll, auch Kosten und Länge des Gesprächs eingeblendet, was einen guten Schritt in Richtung Transparenz darstellt. Zuletzt berichten unbestätigte Meldungen auch davon, dass die Hangouts nun stabiler und schneller funktionieren würden.

Alles in allem hat Google sein soziales Netzwerk mit dem neuen Update hinsichtlich von Design und Benutzerfreundlichkeit stark verbessert. Es scheint Berichten zu Folge noch viele weitere Verbesserungsvorschläge zu geben, doch bislang hat man wirklich gute Arbeit geleistet, um die Benutzererfahrung weiter zu verbessern. Obschon die enormen Coverbilder nicht allen Anwendern gefallen dürften, sind die meisten der Neuerungen dezent platziert oder optional, sodass man entweder gar nicht aktiv bemerkt, dass etwas verändert wurde bzw. die Möglichkeit hat, Google+ auch weiterhin so zu nutzen, wie man es bevorzugt.

 

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