Sony Playstation 4 offiziell vorgestellt – Nächste Konsolengeneration mit Octacore, Blue-Ray und Spiele Streaming

Die Playstation von Sony ist neben der Xbox die beliebteste Konsole der Welt; die Playstation 3 ist jedoch in die Jahre gekommen und kann die Anforderungen, die aktuelle Titel an die Hardware stellen, nicht mehr erfüllen.

Nach zahlreichen Gerüchten der letzten Woche präsentiert sich die nächste Generation der Konsole als ein typischer Vertreter ihrer Art, der aber gleichzeitig eine Innovationen zu bieten hat und sich so beiden Welten, dem Computer als Plattform mit unbegrenzten Möglichkeiten und dem Smartphone für das portable Gaming, annähert.

Die Hardware wurde komplett erneuert und ist sehr leistungsstark: der AMD Jaguar, ein Octacore Prozessor (also mit 8 Kernen), der mit 1,6 GHz taktet,  eine Radeon Grafikeinheit und 8 GB RAM sollen auch die Spiele von morgen butterweich auf den Bildschirm bringen. Abgerundet wird die Hardware durch ein Blue-Ray Laufwerk, eine Festplatte (zu der leider noch nichts bekannt ist), WLAN, USB 3.0, Bluetooth und weitere Anschlüsse; diese umfangreiche Ausstattung sorgt dafür, dass man auch für den Computer eine ernstzunehmende Bedrohung werden kann, zumal es sich um einen x86 Prozessor handelt, der auch in der Lage wäre, normale Programme auszuführen. Eine weitere Finesse ist die neue Standby Funktion der PS4, die das Gerät in einen Ruhezustand versetzt, in dem es auch Updates herunterladen kann, aus dem man extrem schnell zurück in das Spielgeschehen wechseln soll, um dort weiterzumachen, wo man aufgehört hat.

Angeblich arbeitet Sony seit mehreren Jahren an der Entwicklung des neuen Gerätes und war insbesondere bemüht, durch die Zusammenarbeit mit Entwicklern und anderen Experten eine Konsole zu schaffen, die außergewöhnlich leistungsstark ist und für die sich einfacher programmieren lässt, als es bei der Vorgänger Konsole der Fall gewesen ist.  Die Leistungsfähigkeit der neuen Generation wurde durch verschiedene Techdemos (beispielsweise der Unreal Engine 4) unter Beweis gestellt.

Der Streaming Dienst Gaikai, den Sony vor geraumer Zeit übernommen hatte, wird essenzielle Funktionen beisteuern: man soll Spiele im Store ohne sie installieren zu müssen antesten können, man soll Freunden via Stream beim Zocken zugucken können und man soll in der Lage sein, die Titel aller älteren Playstation Generationen über Gaikai zu spielen.  Gaikai funktioniert ersten Berichten zu Folge sehr gut und stellt anspruchsvolle Spiele bei einer halbwegs guten Verbindung ruckelfrei dar. Weiterhin möchte man im Store auch alternative Spielemodelle wie F2P oder Episodenspiele unterstützen, was wegen der mangelnden Vernetzung früherer Konsolen nicht gut möglich war; die PS4 wird vermutlich dauerhaft mit dem Internet verbunden sein müssen, um sie zu nutzen. Hinzu kommt die Integration von sozialen Netzwerken, über die man Screenshots und  Videos der eigenen Spielerfahrung teilen können wird.

Positiv ist über all dies hinaus auch zu vermerken, dass sehr viele hochkarätige Spiele und Entwicklerstudios ihre Arbeit für die Playstation 4 zugesichert haben: Square Enix wird ein neues Final Fantasy produzieren, Blizzard will Diablo 3 portieren, Bungie hat mit Destiny einen erfolgsversprechenden Multiplayer Shooter in der Mache,  Capcom will einige neue Spiele präsentieren und insgesamt hat alles, was Rang und Namen hat eine Zusammenarbeit mit dem japanischen Konzern zugesichert.

Gleichzeitig will man auch das Ökosystem erweitern, indem man für die gängigen Smartphone Systeme eine App herausbringt, über die man zusätzliche Informationen erhält, sich Titel für die eigene Playstation kaufen kann oder Freunden im Live Stream beim Spielen zuguckt. Der PS Vita, die kein besonders großer Erfolg war, kommt dabei eine Sonderrolle zu: wer am Fernseher ein Spiel beginnt, soll dieses dann von unterwegs aus auf der PS Vita fortsetzen können. Zu Anfang werde man das letztere Feature noch nicht in allen Spielen unterstützen, für die Zukunft soll dies aber der Fall werden.

Unklar bleiben der Preis (Gerüchten zur Folge soll er für Europa 350 – 400€ betragen) und das Erscheinungsdatum der PS4, sowie deren Design. Aktuell hat man nur Bilder des Controllers veröffentlicht, der auf dem Artikelbild zu sehen ist (neu ist die leuchtende Leiste und ein zusätzliches Touchpad). Man darf gespannt sein, wie Microsoft mit der kommenden Xbox auf diese gut gelungene Konsole reagiert, ob alle Features problemlos nutzbar sein werden und inwieweit die Kunden die Sony Playstation 4 akzeptieren.

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