Nvidia Project Shield – Android Gaming Konsole mit Tegra 4 Prozessor

Nvidia, einer der größten Grafikkarten Hersteller weltweit, der seit einigen Jahren auch eigene Mikroprozessoren entwickelt und herstellt, hat aktuell mit Problem zu kämpfen. Aktuellen Gerüchten zufolge wird keine der Spielekonsolen der nächsten Generation mit einem Nvidia Geforce Chip bestückt werden; neben dem Tegra 4 Prozessor kündigte man deswegen nun Project Shield an, eine eigene Konsole mit Android, mit der man sowohl unterwegs als auch zu Hause spielen kann.

Shield sieht von außen wie ein Gamepad mit einem daran befestigten 5-Zoll Display (720p HD Auflösung) aus, das sich zuklappen lässt, um die Konsole transportieren zu können. Laut Nvidia Chef Jen-Hsun Huang werde der neue Tegra 4 Prozessor ausreichend Rechenleistung bereitstellen. Weiterhin ist derzeit bekannt, dass die Konsole über einen HDMI Anschluss verfügt, der angeblich auch 4K HD unterstützen solle. Weiterhin wurde über den verbauten Akku gesagt, dass er für 5 – 10 Stunden Ganubf- bzw. 24 Stunden Videobetrieb ausreicht, wobei man gerade bei der Gerätelaufzeit nicht auf die Hersteller vertrauen sollte. Zunächst ist nur von einer WLAN Version der Konsole die Rede, wobei auch eine LTE Version nicht ausgeschlossen wird. Weiterhin preist Nvidia an, dass die integrierten Lautsprecher hochqualitativ seien und dass man mit zahlreichen Spieleentwicklern zusammenarbeiten werde.

Zu dem Nvidia Tegra 4 Prozessor weiß man indes, dass er über vier ARM A15  und 72 GPU Kerne, sowie über ein integriertes LTE Modem, verfügt. In den bisher gezeigten Benchmarks machte der Chip, wie zu erwarten war, eine gute Figur und ließ viele Konkurrenten hinter sich zurück, wobei derzeit nur die Prozessor- und nicht die Grafikleistung berücksichtigt wurde. Eine Funktion, für die man die, auf den ersten Blick für Tablets und Smartphones absurd hohe, Rechenleistung nutzen kann, ist das Schießen von HDR Bildern (vereinfacht ausgedrückt Bilder, bei denen große Helligkeitsunterschiede besonders detailreich wiedergegeben werden); hier will der Tegra 4 ein schnelleres und besseres Ergebnis liefern. Ab Februar diesen Jahres werden die ersten Tablets und Smartphones mit dem neuen Prozessor erscheinen, zu denen sich Nvidia bislang allerdings ausschwieg.

Um wieder zu Project Shield zurückzukommen: auf der handlichen Konsole soll Android 4.1 in einer vollkommen unveränderten Version laufen, wobei davon auszugehen ist, dass Nvidia eigene Software vorinstalliert (z.B. App Stores speziellfür  Spiele oder Ähnliches). Das Spieleangebot soll sich zum Marktstart aus bereits veröffentlichten Games und neuen Entwicklungen auf Basis der leistungsfähigen Unreal 3 Engine zusammensetzen.

Durch die neue Geforce Experience Software und das Grid genannte System steht neben der Shield Hardware auch die nötige Software bereit. Bei Grid handelt es sich um ein System aus mehreren Servern, die über sehr viel Prozessor- und Grafikleistung verfügen und statt einem Bildsignal, das zum Beispiel via HDMI oder DVI weitergegeben wird, einen Stream ausgeben. Das Ausgabegerät, zum Beispiel ein Fernsehr, kümmert sich nur noch um die Verarbeitung der Nutzereingaben (also Steuerung) und um die Darstellung des Bildes, nicht aber um die komplexen und rechenintensiven Operationen im Hintergrund. Geforce Experience ist ein spezielles Treiberpaket, dass die Rechenleistung von Grid verwaltet und die Auslastung an die verfügbare Bandbreite und die für das Spiel erforderliche Performance anpasst.

Project Shield wird voraussichtlich im zweiten Quartal diesen Jahres erscheinen, wobei sich Nvidia zu den Preisen noch ausschweigt. Die Preise dürften jedoch günstiger werden, als die von Playstation, Xbox und Co. Die Konsole ist insofern interessant, als dass sie sich sowohl unterwegs, als auch zu Hause nutzen lässt und jeden Titel bewältigen kann, da die Berechnungen auch dezentral auf den Nvidia Servern durchgeführt werden können.

 

 

 

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