Google überarbeitet Bildersuche – Jugendgefährdendes Material wird benachteiligt

Die Google Bildersuche ist ein essentieller Bestandteil der Informationsbeschaffung im Internet geworden und wird von Milliarden Menschen täglich genutzt. Aufgrund der hohen Nutzerzahlen ist es im Interesse von Google, dass die Nutzer mit den Suchergebnissen zufrieden sind, also nur die Bilder finden, die sie auch wirklich interessieren. Aus diesem Grund hat der Hersteller den Suchalgorithmus für Bilder geändert, sodass Bilder zu bestimmten Themen in Zukunft viel seltener auftauchen sollen.

Die Änderungen sollen dazu führen, dass jugendgefährdendes Material, das bedeutet pornographische oder gewaltverherrlichende Bilder, nur dannn angezeigt wird, wenn man explitzit danach sucht. Mit diesem Schritt hat der Softwareriese die Bildersuche an die Web- und Videosuche angeglichen, die schon seit geraumer Zeit anstößige Inhalte selbstständig filtern und dem Nutzer nur dann zugänglich machen, wenn er ausdrücklich danach suchen möchte.

Dass der Suchalgorithmus für Bilder geändert wurde, stieß bei vielen Nutzern auf wenig Gegenliebe, die in diesem Zusammenhang von Zensur sprechen. Gegegnüber CNET sagte ein Sprecher Googles, dass man jugendgefährdendes Material in keiner Form zensiere, sondern dem Nutzer nur das zeigen wolle, wonach er auch wirklich sucht. Weiterhin verwende man Algorithmen, die einem die relevantesten Inhalte zu einem bestimmten Suchwort anzeigen, sodass man nach wie vor anstößige Inhalte fände, wenn man nur explizit danach sucht.

Alles in allem ist diese Änderung ein weiterer Schritt in die Richtung, die Google auch schon in anderen Suchfunktionen eingeschlagen hat: bestimmte Inhalte, die häufig auftauchen, aber selten wirklich gewollt werden, sollen in Zukunft stärker gefiltert werden. Ob es sich dabei um Zensur oder wirklich um eine Änderung im Interesse des Nutzers handelt, wird sich noch zeigen müssen.

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