Facebook Update – Die Privatsphäre schützen wird einfacher

Da Facebook, wie auch die anderen sozialen Netzwerke, wegen des mangelhaften Datenschutzes oft in die Kritik gelangt, will man es Nutzern bis Ende des Jahres erleichtern, die eigene Privatsphäre zu schützen und räumt dem Datenschutz so einen höheren Stellenwert ein. Die ersten Änderungen lassen sich nun nachvollziehen; die Datenschutzbeauftragte, Erin Egan, bezeichnete die Privacy Shortcuts, die einfacheren Möglichkeiten zum Entfernen von kompromittierenden Bildern und die verbesserte Sicherheit von Apps als großen Schritt.

Die Privacy Shortcuts erlauben es den Anwendern, direkt aus der Toolbar heraus ihre eigenen Privatsphäre-Einstellungen zu verwalten: wer die eigenen Beiträge und Daten sehen kann, wer einem Benachrichtigungen und Anfragen schicken darf und wie man sich im Ernstfall schützen kann, all das lässt sich nun sehr viel einfacher und intuitiver in Erfahrung bringen und kontrollieren.

Neben den Privacy Shortcuts bringt das Facebook Update eine Änderung was die Rechte von Apps angeht. So sollen die Mini-Programme ab sofort explizit nachfragen, wenn es um die Rechte für den Zugriff auf bestimmte Daten (Freundesliste, E-Mail Adresse, Gefällt mir Angaben, etc.) und um das Posten auf die eigene Pinnwand geht, um auch unbedarfte Nutzer auf die Risiken hinzuweisen. Eine weitere Benachrichtigung wird in Zukunft darauf aufmerksam machen, dass Beiträge, die man von der Timeline gelöscht hat, noch immer andernorts auf Facebook verfügbar sein können.

Schließlich bleibt noch das Request and Removal-Tool,  das es erlaubt, Markierungen auf Bildern einfach zu entfernen, bzw. den Nutzer, der das Bild hochgeladen hat, direkt zu kontaktieren und um ein Entfernen des Bildes zu bitten. Insbesondere wenn es um persönliches Bildmaterial geht, sollte man die Privatsphäre schützen. In dem Zusammenhang hat Facebook auf Youtube Videomaterial veröffentlicht, dass den Umgang mit den neuen Funktionen erklärt und den Einstieg erleichtert.

Zusammenfassend ist zusagen, dass die freiwilligen Bemühungen von Facebook, die Privatsphäre und den Datenschutz der Menschen hinter dem Bildschirm zu erhöhen, zwar ein Schritt in die richtige Richtung sind, das soziale Netzwerk aber noch weit davon entfernt ist, als sicherheitstechnisch unbedenklich zu gelten.

 

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