Microsoft Socl Beta – Neues soziales Netzwerk geht an den Start

Soziale Netzwerke gibt es viele; am erfolgreichsten ist dabei unbestrittenFacebook, gefolgt von den Konkurrenten Twitter und Google+. Mit Socl hat nun auch Microsoft eine eigene Plattform entwickelt, die in die Beta Phase geht und mit einem ungewöhnlichen Ansatz versucht, die Funktionen bestehender Netzwerke miteinander zu kombinieren. Unter dem Codenamen „Tulalip“ gab es bereits im Juni Gerüchte über ein soziales Netzwerk von Microsoft, bislang war der Zugang jedoch einigen Hochschulen vorbehalten. Die MS Research Fuse Labs, die für die Software verantwortlich sind, bezeichnen Socl derzeit noch als experimentell, obwohl es ersten Berichten zufolge bereits jetzt einen fehlerfreien, runden Eindruck macht.

Nutzer, die sich bislang entweder mit ihrem Windows-Live oder Facebook Account anmelden können, kriegen zunächst eine Oberfläche im Kachel Design präsentiert, wie man es momentan von Windows 8 und Windows Phone gewohnt ist. Anders als Facebook oder Google+ verfolgt Socl dabei eher einen Ansatz über Bilder statt Beiträge, wie es zum Beispiel auch Pinterest tut. Der Nutzer kann dabei Bilder, Videos und Artikel aussuchen und diese mit Tags versehen, posten und kommentieren, die sich das soziale Netzwerk selbstständig via Bing besorgt. Eigene Inhalte können die Nutzer von Socl dabei nicht hochladen, da Microsoft nicht möchte, dass die Nutzer ihr Privatleben in einem besorgniserregenden Maß offen legen,  wobei dies auch die Möglichkeiten zur Personalisierung des eigenen Profils minimiert.

Neben der Suchfunktion, die den Hauptbestandteil von der Microsoft Socl Beta ausmacht, kann man, wie man es von anderen Netzwerken gewohnt ist,  mit den Beiträgen anderer Nutzer interagieren (kommentieren, selbst posten, über andere soziale Netzwerke teilen, mit einem Lächeln schenken, was das Äquivalent zu einem Like darstellt, und vieles mehr), anderen Nutzern dauerhaft folgen und so über neue Beiträge informiert werden, Video-Parties erstellen, bei denen man sich Videos ansehen und dabei gleichzeitig chatten kann, und sich Informationen anzeigen lassen, die mit den eigenen Interessen übereinstimmen könnten. Schließlich kann man das eigene Profil noch pflegen, indem man sich selbst kurz beschreibt oder Accounts bei anderen sozialen Netzwerken verlinkt.

Der Datenschutz hat bei Microsoft einen höheren Stellenwert als beispielsweise bei Facebook, Socl weist Nutzer darauf hin, dass die Daten auch Dritten zur Verfügung stehen, die Suchhistorie kann mit einem Klick gelöscht werden, alle Einstellungen sind auch für Anfänger verständlich und darüber hinaus ist es sehr leicht, den eigenen Account zu löschen.

Alles in allem ist es nur logisch, dass auch Microsoft in der nächsten Zeit ein eigenes soziales Netzwerk aufbauen wird; der Hersteller hat zahlreiche Möglichkeiten (Windows, Windows Phone, Xbox), um das Netzwerk fest zu integrieren. Unklar ist derzeit allerdings noch, welchen Weg der Hersteller mit Socl gehen wird; es handelt sich dabei noch nicht um eine fertig ausgebaute Plattform, sondern um ein Experiment, dass eine personalisierte, multimediale Suchfunktion ala Pinterest mit Interaktionsmöglichkeiten wie bei Google+ und Facebook verknüpft und mit den Video-Parties eine innovative Funktion bietet. Es wird sich zeigen, ob sich Socl oder ein anderes Projekt langfristig gegen die dominante Konkurrenz behaupten wird.

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