Nostalgie pur – es gibt wieder Yps!

Unbenannt von saschapohflepp bei Flickr

Sehr viele haben über etliche Jahre ihre wahre Freude daran gehabt, und nicht wenige Mütter wurden dadurch fast zum Wahnsinn getrieben – die Rede ist vom guten alten Yps-Heft. Wer nun mit diesem Begriff nichts anfangen kann, den will ich ihn auch nicht unbedingt erklären, denn die Tatsache, dass es heute, nach sechs Jahren Pause, endlich wieder ein Yps-Heft gibt, wird sicher nur diejenigen interessieren, die bereits in der Kindheit regelmäßig zum Kiosk gelaufen sind, um sich das neueste Heft zu holen.

Sicher, das ist jetzt nicht unbedingt ein Artikel, der sich um das Thema Technik dreht, aber zu der Zeit, als diese Hefte total angesagt waren, gab es eben noch keine Playstations, Facebook oder Smartphones, man benutzte noch seine Phantasie beim Spielen und drückte nicht stumpfsinnig auf irgendwelchen Knöpfen herum.

Jetzt sind sie wieder da, die immer wieder beliebten Urzeitkrebse. Schon von jeher waren diese netten Tierchen der absolute Renner in den Heften. Es war schon faszinierend, wie in ein einfaches Pulver wieder Leben kam, wenn man Wasser hinzugab. Es gab tatsächlich ganze Generationen von Kindern, die tagelang fasziniert vor dem Einmachglas saßen und beobachteten, was darin vorging. Heute interessiert sich dafür niemand mehr in der jungen Generation, es sein denn die Krebse würden Kunststücke machen oder reden, so dass man ein Video daraus machen kann, das man dann wiederum bei Youtube einstellt. Diese Urzeitkrebse waren immer eines der absolut beliebtesten Gimmicks.

Jedem Heft lagen zudem auch noch verschiedene Ausrüstungen bei, beispielsweise für Agenten oder auch Forscher, ein Klassiker, an den sich sicher noch viele erinnern werden, ist das berühmte Blasrohr, mit dem man so toll um die Ecke schießen konnte.

Mit dieser Wiedergeburt des Yps-Heftes wird offensichtlich nicht versucht, neue Kunden zu gewinnen, die Zielgruppe sind auf jeden Fall die ehemaligen Leser. Der Chefredakteur des Ehapa-Egmont Verlags, Christian Kallenberg, sagte, dass die Kinder von heute Yps ja gar nicht mehr kennen. Man profitiere heute nicht mehr von einem Markennamen, wenn man heute ein solche Kinderzeitschrift erstellen wolle, könne man sie auch durchaus Z nennen, das wäre egal. Anders sei es bei den Erwachsenen, denn diese kennen dieses Heft nicht nur immer noch, sondern sie lieben es auch weiterhin.

Jeder Erwachsene hat wohl seine eigenen Erinnerungen an die Yps-Hefte, aber eines ist wohl allen gemeinsam, das Gefühl ist immer positiv. Die heutige Zielgruppe sind eindeutig Männer, die zwischen dreißig und fünfundvierzig Jahre alt sind. Das neue Heft ist 100 Seiten stark und erklärt den Lesern, wie sie denn nun auch noch im Alter von 35 zum Geheimagent werden können.

Natürlich wird jetzt die Jugend nicht durch den Kauf eines Yps Heftes wieder zurückkehren, dennoch hat man ein Stück Kindheit in der Hand, und natürlich faszinieren noch immer die Urzeitkrebse, die auch in dieser Ausgabe wieder dabei sind. Na dann – Glas auf, Pulver rein, Wasser dazu und beobachten!!!

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