Schutz vor dem Staat – Google führt ein neues Warnsystem ein

Was ist sicher im Netz, und was nicht, und was können andere mit verschiedenen Methoden über einen selbst erfahren? Das sind sicherlich Fragen, die sich sehr viele Internetnutzer stellen. Jetzt hat Google sich dazu entschlossen, die Nutzer der Google-Dienste zu warnen von potentiellen Angriffen von staatlichen Stellen. Zu diesem Zweck hat Google ein ganz spezielles Warnsystem eingeführt.

Wenn es einen entsprechenden Verdacht gebe, würden demnächst sehr deutliche Warnhinweise immer dann eingeblendet, wenn der Nutzer sich anmeldet bei Google. Dies teilte Eric Grosse, Sicherheitsexperte bei Google, am Dienstag im Google-Blog mit. Allerdings verriet er bei der Gelegenheit nicht, was der Anlass dafür ist.

Das Warnsystem wird bei Verdacht folgende Meldung anzeigen: “Warnung: Wir glauben, dass staatlich-geförderte Angreifer möglicherweise dabei sind, ihr Nutzerkonto oder ihren Computer zu gefährden“. Dazu bietet Google auch gleich einen Link an, der mit „Schütz Dich jetzt“ betitelt wird. Darüber können die Nutzer dann weitergeleitet werden auf eine Seite, wo man ihnen erklärt, wie es ihnen möglich ist, die eigenen Daten besser zu schützen vor einem ungewollten Zugriff.

Grosse erklärt weiter, dass es nicht unbedingt bedeuten muss, dass der eigene Account übernommen worden ist, nur weil diese Warnung erscheint. Es hieße lediglich, dass Google glaubt, dass man beispielsweise das Ziel einer Malware- oder Phishing-Attacke geworden sein könnte, und dass der Nutzer sofort geeignete Schritte unternehmen sollte, um den Account zu schützen.

Weiterhin konnte man Grosse nicht entlocken, woher Google eigentlich weiß, dass es sich wirklich um Angriffe handelt von staatlichen Stellen oder auch Hackern, die im Auftrag des Staates handeln. Man sei nicht in der Lage, ins Detail zu gehen, ohne gleich auch weitere Informationen preisgeben zu müssen, die dann wiederum hilfreich wären für diese sogenannten „üblen Akteure“. Durch intensive Analysen und auch Bericht von Nutzern sei es aber möglich, ganz deutlich darauf hinzuweisen, dass die Staaten beteiligt seien, oder auch Gruppen, die von den Staaten gefördert werden.

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