Google Drive: Neu und mehr als nur ein Speicherdienst

 Google hat seinen neuen, hauseigenen Cloud-Speicherdienst Drive vorgestellt und springt damit auf den Trend-Zug „Cloud-Computing“ auf.
Dokumente, Bilder, Videos, alles, was der Nutzer in seinem virtuellen Leben benötigt, lässt sich online speichern und zu jeder Zeit mit jedem internetfähigen Gerät abrufen.
Große Unternehmen, allen voran Amazon, nutzen externe Speicherdienste bevorzugt aus Kapazitätsgründen, der Durchschnitts-User dagegen wird andere Service-Angebote einer Cloud schätzen lernen.

Da ist zunächst die sichere Speicherung der Daten: Wenn das Smartphone ins Wasser fällt, bleiben die Bilder, die am Herzen liegen, erhalten, wenn sie in einer Cloud gespeichert wurden. Fegt jemand versehentlich den Laptop vom Tisch, sind nicht alle Daten eines wichtigen Projekts mit hinüber, die Cloud ist unabhängig von der Hardware.

Google Drive hat aber noch wesentlich mehr zu bieten als einen reinen Online-Speicherdienst. Dokumente, Kalkulationstabellen, Präsentationen oder auch die gemeinsame Haushaltskasse einer WG usw. können zum Beispiel von mehreren Nutzern gemeinsam bearbeitet werden, das schon bekannte Google Docs ist in Google Drive integriert. Durch Benachrichtigungen ist man stets informiert, wenn jemand anderes eine Anmerkung oder Veränderung vorgenommen hat. So lässt es sich unabhängig von lokalen Gegebenheiten komfortabel zusammen arbeiten und bei Bedarf auch das Google+ Netzwerk einbeziehen.

Der Zugriff auf die Daten ist von überall möglich, und das entspricht genau dem aktuellen Lebenstrend. Die Nutzung des mobilen Internets ist für Millionen Menschen bereits eine Selbstverständlichkeit, ebenso selbstverständlich wird es eines Tages sein, von überall und jederzeit auf alle eigenen Daten zuzugreifen.
Mit Suchen kennt Google sich auch am besten aus: Die Inhalte bei Google Drive lassen sich mit Schlüsselbegriffen durchsuchen, verschiedene Kriterien können als Filter eingesetzt werden, wie zum Beispiel Dateityp, Besitzer oder Aktivität. Auch eingescannte Dokumente, z.B. Zeitungsausschnitte können bei einer Suche mit einbezogen werden, die angewandte OCR-Technologie erkennt darin den Text.
5 GB Speicherplatz bekommt man kostenlos bei Google. Damit lässt sich schon eine Menge Datenmaterial outsourcen, laut dem deutschen Google Produkt-Blog reicht das für die hochauflösenden Bilder der letzten Urlaubsreise, alle Geschäftsangebote eines ganzen Berufslebens und noch dazu für den Roman, den man gerade schreibt. Ja dann…
Wer noch mehr Online-Speicherplatz benötigt, kann auf 25 GB aufstocken für 2,49 US-Dollar monatlich, 100 GB für 4,99 Dollar oder 1 TB für 49,99 Dollar. Bei einem Upgrade auf so eine kostenpflichtige Variante wird der Speicherplatz des Googlemail-Kontos ebenfalls entsprechend aufgestockt.

Google Drive kann auf dem PC oder Mac installiert werden, für unterwegs lädt man sich die Drive-App für Android-Tablets und Smartphones herunter. Blinde User können Drive mit einem Screenreader nutzen, die zukünftigen Chromebooks werden Google Drive fest installiert haben, und an der iOS-App wird auch schon gearbeitet. Trotz ähnlicher Dienstangebote bei der Konkurrenz wird Googles umfassender Servicedienst längerfristig sicherlich auf breite Akzeptanz treffen.

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