Das Internet der Dinge: Kühlschrankmagnet für Pizzabestellungen

 Die allgemeine Ausbreitung des Internets der Dinge wurde von Experten für dieses Jahr prognostiziert. Gemeint ist damit, dass es immer mehr intelligente elektronische Geräte geben wird, die mittels Internet erweiterte Funktionen anbieten, und das so unauffällig, dass der Mensch irgendwann „im Internet“ lebt und es als selbstverständlich ansieht.

Nach der Ära des Internets am stationären PC folgte die zweite Phase, das mobile Internet. Noch liegt dort ein enormes Wachstumspotential brach, doch ist die Funktion längst beim Verbraucher angekommen. Rund 20 Millionen Menschen in Deutschland besitzen bereits ein internetfähiges Smartphone oder Tablet, bisher vorzugsweise für social networking, Online-Shopping oder News und Emails lesen.
Die nächste Phase ist schon eingeläutet: Das Internet der Dinge.
Von Fernsehern, die mit dem Internet verbunden sind, haben die meisten zumindest schon gehört. Die Grenze zwischen Internet und TV wird fließend werden, die Technologie ist da, die Verbreitung wird folgen.
Per Smartphone zu steuernde Heizungssysteme, Musikanlagen, die ihre Quellen im Internet haben, ohne mit einem Computer verbunden zu sein, automatische Fahrzeugerwärmung in Abhängigkeit von der Außentemperatur, Gesundheits-Messgeräte, die die Daten des Nutzers „live“ analysieren, man wird noch oft staunen können, was alles mit Bezug zum Internet entwickelt werden wird.
Die Grenze zwischen online und offline wird zunehmend verwischen.

Der Pizza-Service Red Tomato in Dubai macht dieser Tage mit einem Pizza-Notruf-Button für VIPs von sich reden:
Hinter einem Kühlschrankmagneten in Form einer kleinen Pizzaschachtel verbirgt sich der Anforderungsknopf für die VIPs, die Very Important Pizzalovers. Bei Bedarf klappt man die Schachtel auf und drückt auf die Pizza, die ein ganz besonderes Gadget verbirgt: Per Buetooth verbindet es sich mit einem Smartphone, das dann eine Bestellung zu Red Tomato abschickt.
Der Pizza-Service seinerseits schickt eine SMS als Bestellbestätigung an den Kunden, dessen Adressdaten und bevorzugte Pizza-Sorte hinterlegt sind. Sollte der Kunde also versehentlich den Knopf gedrückt haben, hat er noch die Möglichkeit, mit einem Rückruf die Bestellung zu stornieren. Andernfalls macht sich der Pizzabäcker gleich ans Werk, und die Lieblingspizza wird schnellstmöglich ausgeliefert.

So kann es also aussehen, das Internet der Dinge. Die einen finden es cool und lieben diese technischen Feinheiten, die eigentlich nur gebaut werden um zu zeigen was möglich ist, nicht, weil sie unbedingt benötigt werden. Die anderen finden es dekadent und abschreckend überflüssig.
Sicherlich wird es sinnvollere Produktentwicklungen geben als den Pizzaknopf in Dubai, aber er ist ein nettes kleines Beispiel für die zukünftigen Trends, die uns erwarten.

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