Eiseskälte in Europa – passend dazu der Kältetest für Handys

Mobile II von philip.bitnar bei Flickr

Mobile II von philip.bitnar bei Flickr

Momentan befindet sich ganz Europa im Griff der Eiseskälte. Überall entstehen dadurch Probleme, und das hauptsächlich in Gegenden, die solch eine Kälte gar nicht gewohnt sind. Aber auch in anderen Bereichen machen sich Probleme breit, und das betrifft auch die heiß geliebten Mobiltelefone. Handys haben ein Problem mit der Kälte, je nach Anbieter und Modell unterscheiden sich die Tauglichkeiten bei Kälte.

Das iPhone ist ein sehr beliebtes Handy geworden, aber das iPhone 4S hat sich mittlerweile als kompletter Versager entpuppt, wenn es in die Minusgrade hinaus geht. Dem iPhone ist es zur Zeit auf jeden Fall zu kalt, schon bei einer Temperatur von minus fünf Grad gibt es hier die ersten Probleme. Ganz anders dagegen der große Konkurrent Samsung. Das Galaxy S II ist sogar tauglich, wenn man eine schöne Reise nach Sibirien unternehmen möchte.

Wenn der Winter richtig kalt ist, und das passiert hierzulande ja immer öfter, dann ist das iPhone 4S von Apple gar nicht zu gebrauchen. Erste Probleme gibt es hier bereits bei Minus fünf Grad, und erreicht man dann minus 10 Grad, dann stellt es auch gerne seinen Dienst ganz ein. Zu diesem Ergebnis kamen die Tester von „MikroPC“, einer finnischen Computerzeitschrift.

Das allein ist schon recht ärgerlich, aber es gibt sicherlich etwas, das Apple noch etwas mehr ärgern dürfte, und das ist die Tatsache, dass ein Modell des schärfsten Konkurrenten Samsung, und zwar das Galaxy S II, sogar noch betriebsbereit ist und einwandfrei funktioniert bei Temperaturen von minus dreißig Grad. Erst bei minus fünfunddreißig Grad streikt auch das Samsung und schaltet ab. Das ist aber auch nicht das einzige Modell von Samsung, das sich sehr kälteresistent gezeigt hat. Auch das Galaxy S Plus weist diese Eigenschaft auf.

Die Mitarbeiter von der Zeitschrift testeten insgesamt 15 Mobiltelefone, und zwar die beliebtesten Modelle der Finnen. Dieser Test fand in einer Kältekammer statt, die sich im Technical Research Centre of Finland befindet. Hier wurden auch Temperaturen ausgetestet, die von den meisten Herstellern gar nicht mehr aufgeführt werden in ihren technischen Spezifikationen.

Laut Apple ist es beispielsweise so, dass die iPhones konzipiert seien für Temperaturen, die sich zwischen null Grad und 35 Grad befinden. Bei Samsung sieht dies schon ganz anders aus, die Firma garantiert für seine Modelle, zumindest für die meisten, einen Einsatzbereich von minus zwanzig Grad bis hin zu plus fünfzig Grad.

Keines der getesteten Modelle zeigte Schwächen im Bereich um den Gefrierpunkt herum, aber schon bei den erwähnten minus fünf Grad fing es beim iPhone 4S an, es zeigte einen Fehler der SIM.Karte. Beim Nokia N9 wurde angezeigt, dass der Akku leer wäre. Der Akku des iPhone 4S schaltete sich schon bei minus zehn Grad ab, und es gab kein Handymodell in diesem Test, das noch schwächer war.

Bei den meisten Handys war es so, dass sie durchaus eine Kälte von bis zu minus fünfzehn Grad standhalten konnten, erst danach gab es erste Probleme mit dem Display und dem Akku. Neben dem Favoriten Samsung Galaxy machten auch das Billig-Modell C1-01 von Nokia und auch das E65 von Nokia eine sehr gute Figur. Offensichtlich macht sich hier bemerkbar, dass die finnischen Hersteller wohl eher auf Minusgrade fokussiert sind als die Entwickler von Apple im eigentlich immer sonnigen Kalifornien. Allerdings war auch bei den beiden Nokia-Modellen bei einer Temperatur von minus vierzig Grad Schluss.

Das wohl größte Problem waren bei den tiefen Temperaturen die Akkus. Schon bei ganz moderaten Minusgraden war es so, die Geräte anzeigten, dass die Speicher leer seien, und somit schalteten sie sich ab. Das war auch der Fall, wenn der Akku durchaus in der Lage war, noch Strom zu erzeugen. Ein weiterer Schwachpunkt waren auch die LC-Displays. Diese hatten ab minus zehn Grad Schwierigkeiten, sie reagierten größtenteils nur noch recht verzögert auf die Eingaben.

Ganz anders sah dies aus bei den Bildschirmen, die organische Leuchtdioden hatten. Diese kommen offensichtlich mit weitaus geringeren Temperaturen bestens zurecht.

Der beste Tipp für die Kältegrade, die momentan herrschen ist es sicherlich, das Handy in der Hosentasche oder auch in der Jackentasche aufzubewahren. Natürlich sollte man es vermeiden, das Gerät möglicherweise über Nacht im kalten Auto liegen zu lassen.

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