Google mit neuem Ranking Faktor

 Google’s Suchmaschine wird permanent nachgebessert um dem Nutzer möglichst befriedigende Suchergebnisse zu präsentieren. Jetzt ist ein neuer Faktor für das Ranking von Websites hinzu gekommen: Zu viel Werbung führt zu Abwertung.

Damit fließen erstmalig auch Seitenlayout  und Design mit in die Bewertung ein. Es geht allerdings nicht um Geschmacksfragen, sondern darum, dass sich viele Nutzer ärgern, wenn sie eine Seite aufrufen und vor lauter Werbebannern den Inhalt nicht finden können. Wenn erst gesucht und gescrollt werden muss, geht das am Ziel der beliebtesten Suchmaschine vorbei, möglichst schnell und komfortabel ein genaues Suchergebnis zur Suchanfrage zu liefern.

Die Ankündigung der neuen Algorithmusänderung im Google Webmaster Central Blog rief spontan Unglauben und Häme hervor. Ausgerechnet Google, ein Konzern, der Milliarden mit Werbung verdient, will selbige abstrafen?

Da sei empfohlen, nicht vorschnell zu urteilen und genau hinzusehen. Natürlich will Google nicht generell Werbung abstrafen, nur ein Zuviel davon. Gegen eine „normale“ Verwendung ist dagegen  nichts einzuwenden, und letztendlich dient dieses Kriterium dazu, Webseiten benutzerfreundlicher zu gestalten. Sich erst durch einen dicken Block Anzeigen zu scrollen, bevor man relevanten Inhalt findet, ist eben nicht benutzerfreundlich. Bekommt man dagegen auf den ersten Blick den gesuchten Inhalt zu sehen, umgeben von einigen Anzeigen, die interessieren könnten, ist von einem „Zuviel“ nicht die Rede.

Die Kritiker, die darauf hinweisen, dass die Suchergebnisseiten selbst nicht wenig Werbung im oberen Drittel der Seite platzieren, haben vielleicht nicht bedacht, dass die SERPs nicht gerankt werden.

Es besteht auch kein Grund zur Panik, denn lediglich 1% aller Suchanfragen soll betroffen sein. Zum Vergleich: Das viel besprochene Panda-Update des letzten Jahres betraf 6-9% aller Anfragen.

Gegen die allgemeine Verunsicherung, wo denn nun künftig die Grenze zur Abstrafung wegen zu viel Werbung verläuft, empfiehlt Google das Tool browsersize.googlelabs.com, mit dem sich testen lässt, wie die eigene Seite  mit verschiedenen Auflösungen dargestellt wird.

Will man nicht auf sein üppig geratenes Werbeanzeigen-Paket verzichten, kann man natürlich erst einmal abwarten und sehen, ob man damit durchkommt. Wird die Seite abgestraft, kann man einige Anzeigen ausblenden oder das Design mit einer besseren Verteilung umgestalten. Dann könnte es aber einige Wochen dauern, bis der Crawler die neue Version erfasst hat und das Ranking sich entsprechend ändert.

Der goldene Mittelweg ist eben auch auf Webseiten der richtige. Sauber ausbalanciert zwischen Suchmaschinenoptimierung und Userfreundlichkeit auf der Basis der Vorgaben von Google sollten einem Betreiber böse Überraschungen erspart bleiben.

Bildquelle:aboutpixel.de / 1-6 © Ronald Leine

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