Google+ als Firmensoftware

Logo Google Plus Das soziale Netzwerk Google+ gewinnt kontinuierlich Nutzer, die Zahlen vom November nennen 67 Millionen User weltweit. Das ist für den Anfang ein recht ordentliches Ergebnis, aber Google möchte mit seinem Netzwerk noch viel mehr leisten als nur eine Plattform der interaktiven Kommunikation zu bieten.

Schon für das nächste Jahr ist eine Weiterentwicklung zur Firmensoftware für Unternehmen geplant, laut Amit Singh, Googles Vice President of Enterprise, ein logischer Schritt.

Soziale Netzwerke sind in Zukunft fester Bestandteil  der Produktivitäts- und Geschäftsprozesse, es wird eine Verschiebung geben zu mehr Anwendungen, die nicht auf der individuellen, sondern auf einer gemeinschaftlichen Produktivität basieren.

Dafür möchte Google mit seinen Apps einen Rahmen schaffen, der Unternehmen eine komfortable, einheitliche Möglichkeit der Zusammenarbeit gibt, sowohl betriebsintern als auch nach außen gerichtet. Die Voraussetzungen sind im Grunde schon gegeben und müssen nur noch unternehmensgerecht optimiert werden.

Mit Google+ kann sich ein Unternehmen präsentieren und mit den Kunden kommunizieren, produktgebundene Arbeitsgruppen können schon jetzt zusammen arbeiten, ohne im gleichen Büro sitzen zu müssen, Ergebnisse können überwacht und analysiert werden, spontane Videokonferenzen sind problemlos möglich, das Einzige, was benötigt wird, ist ein Internetzugang.

Eingefahrene Strukturen lösen sich nur langsam auf, und nicht alles, was neu ist, ist auch gut, aber eine behutsame Umstellung auf Google-Anwendungen könnte so manches Unternehmen auffrischen, entschlacken und mit leichterem Gepäck seinen Weg gehen lassen.

Bisher steht dieses Zukunftsangebot noch am Anfang, und es wird seine Zeit dauern, bis es von Unternehmen weltweit angenommen werden wird.

Ein Anreiz mag vielleicht die Art und Weise sein, wie Google seit letzter Woche ausgewählte Unternehmensseiten in den Suchergebnissen prominent platziert hat. Bisher musste man im Suchfenster hinter dem jeweiligen Unternehmensnamen ein Plus eingeben, um die Google+-Seite zu sehen.

Am Beispiel von Toyota oder t-mobile zeigt Google –bisher beschränkt auf die USA – was möglich wäre: Außer dem Logo wird auch der letzte Beitrag der Firma angezeigt, alles sauber integriert in den SERPs und deutlich von Google bevorzugt. Das ist eine Möglichkeit der Präsentation, die Facebook beispielsweise nicht liefern könnte, und das ist auch gut so. Wenn jeder der Internet-Giganten auch weiterhin seine eigene Nische vervollkommnet statt sich im Konkurrenzkampf zu verschleißen, böte das den Usern den größtmöglichen Gewinn.

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