Best of Amazon 2011

Weihnachtsmann mit Amazon Geschenken Der amerikanische Online-Händler Amazon hat seinem Portfolio verkaufsfördernder Ideen eine weitere hinzugefügt: Auf einer eigenen „Best of“-Shopseite wird das Beste aus der digitalen Welt bestellkomfortabel präsentiert. Die beliebtesten Trends in den Bereichen E-Books, Audio, Filme, Spiele, Apps und Software wurden rechtzeitig für das Riesengeschäft Weihnachten zusammengestellt, allerdings zunächst nur auf der US-Seite von Amazon.

Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar: Nie wurde mehr Unterhaltungselektronik verkauft als in diesem Jahr, und wer zu Weihnachten ein Tablet, einen E-Reader, eine Spielkonsole, einen MP3-Player oder ein Smartphone auspackt, der möchte möglichst umgehend damit loslegen. In der Woche nach Weihnachten wird erfahrungsgemäß die Hardware von ihren neuen Besitzern ausgerüstet, der „Best of“-Shop macht es den Nutzern leicht und verkürzt die Suche.

Das ist das Tüpfelchen auf dem „i“ von Amazons diesjährigem Weihnachtsgeschäft. Der hauseigene Kindle-Reader und die Tabletversion Kindle Fire sind jeweils gut eine Million Mal verkauft worden. Die Fachwelt war beim Verkaufsstart des Kindle Fire-Tablets Mitte November  skeptisch, ob der deutlich günstigere Preis die Schwächen gegenüber dem Konkurrenten iPad aufwiegen würde.

Amazons Konzept jedoch ging auf, noch weitere Millionen Geräte werden produziert, die Nachfrage reißt nicht ab. Lieber nehmen die Nutzer ein paar Schwächen in Kauf als ganz auf so ein Tablet zu verzichten.

Auch die Kinder sind längst in Amazons Zielgruppenbestimmung mit eingeflossen. Vor etwa vierzig Jahren schrieben sie noch Wunschzettel, hübsch gestaltet für den Weihnachtsmann, mit vagen Wunschvorstellungen wie „ein Buch und einen Chemiebaukasten“. Vor zwanzig Jahren wurde schon der aktuelle Katalog aus den Spielwarengeschäften zu Rate gezogen, die Wünsche wurden konkreter, der Wunschzettel nicht mehr der Fensterbank, sondern der Deutschen Post anvertraut.

In diesem Jahr gibt es eine Amazon-App, mit deren Hilfe Kinder  (und auch Erwachsene) einen Wunschzettel aus Amazons riesigem Angebot kreieren können. Autorisierte Nutzer des persönlichen sozialen Netzwerks, um sie zeitgeistgerecht nicht Mama, Papa, Oma, Opa, Tante und Onkel zu nennen, können diesen Wunschzettel einsehen und per Amazon-Bestellung abarbeiten.

Man mag das krank oder cool finden, Amazon weiß einfach, wie’s geht. Sogar Google wird angesichts der Ausweitung von Amazon allmählich unruhig, denn viele User suchen gar nicht mehr über Google nach Produkten, sondern gleich bei Amazon. Dadurch entgeht Google ein großes Potential an Werbeeinnahmen, und man entwirft bereits Konzepte, wie diesem Trend entgegen zu treten ist. Da der Ideenreichtum bei Google nicht minder kreativ ist wie bei Amazon, darf man auf die Innovationen des nächsten Jahres gespannt sein.

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