Mit Google durch Gebäude gehen

 Es geht immer noch besser: Künftig soll man sich mit Google Maps als Fußgänger auch durch Gebäude navigieren können. Lange, orientierungslose Fußmärsche in Großflughäfen bleiben einem erspart, wenn der Kartendienst anzeigen kann, wo man sich aktuell befindet und in welcher Richtung der gewünschte Terminal liegt.

Schon ab heute startet der neue Service in den USA, beginnend mit den großen  Flughäfen und  Shopping Malls. Japans Flughafen Narita in Tokio, überwiegend für Auslandsflüge genutzt, ist auch schon dabei,  nach und nach werden immer mehr 3D-Grundrisse großer Gebäude verfügbar sein. Android-Smartphones-Nutzer können den Dienst als erste per Update ab sofort genießen, andere Betriebssysteme werden bald folgen.

Vorgesehen ist eine bis auf wenige Meter genaue Positionsbestimmung, die auch Höhenangaben berücksichtigt, denn gerade in Gebäuden ist es wichtig zu wissen, ob das Ziel sich in dem Stockwerk befindet, in dem man gerade herumirrt.

Die Schwierigkeit der zu lösenden Aufgabe für Google besteht darin, mit der Software verschiedene Funksignale in der Umgebung genau zu vermessen, denn das Funksignal der GPS-Satelliten steht in Gebäuden nicht zur Verfügung. Digitalisierte Gebäude-Grundrisse müssen dann mit den Messwerten abgestimmt werden, damit der kleine blaue Positionspunkt an der richtigen Stelle erscheint. Das wäre eine bemerkenswerte Leistung, die Google aber durchaus zuzutrauen ist.

Wenn die Umsetzung so gelingt wie geplant, können sich überforderte Kunden in Zukunft sogar komfortabel durch Ikea-Einrichtungshäuser navigieren, stressige Weihnachts-Einkaufsbummel werden entschärft, wenn sie das Warenangebot durchforstet, während er sich mit dem Navigationssystem beschäftigen kann.

Für Google dagegen birgt die Indoor-Navigation weiteres Potential für Werbebotschaften. Denkbar wäre beispielweise, dass dem Nutzer die Angebote des Elektronik-Fachgeschäfts angezeigt werden, auf das er sich gerade im Shopping-Center zubewegt.

Betreiber größerer Geschäfte oder Handelsketten sind dazu eingeladen, aktiv mitzuwirken. Über eine eigens dafür eingerichtete Website können sie Grundrisse und Fotos einreichen um schneller an dem Projekt teilhaben zu können.

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