Facebook plant Rekord-Börsengang

Facebook Geldbörse Zwischen April und Juni 2012 wird es wohl ernst mit Facebooks geplantem Gang an die Börse. Experten haben schon im Herbst 2011 den offiziellen  Antrag auf Börsenzulassung erwartet, bisher vergeblich. Auch gibt es noch keine offizielle Ankündigung von Facebook selbst in Sachen IPO (Initial Public Offering = erstmaliges öffentliches Anbieten von Aktien an der Börse), aber die Anzeichen sind deutlich und weisen alle in die gleiche Richtung.

Vor etwa einem Jahr war das Unternehmen Facebook mit 50 Milliarden US-Dollar bewertet worden, nun strebt man eine Bewertung von 100 Milliarden US-Dollar bei der Erstemission an und möchte damit 10 Milliarden einnehmen.

Zum Vergleich: Als Google im Jahr 2004 an die Börse ging, erbrachte das rund 1,9 Milliarden Dollar, die derzeitige Einnahmen-Rekordmarke liegt  seit 2006 bei 21,9 Milliarden für die Industrial and Commercial Bank of China.

Wenn Facebook die Bewertung von 100 Milliarden erreicht, ist das Unternehmen damit doppelt so viel wert wie der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard.

Mit 800 Millionen Nutzern im Gepäck darf man aber auch in Superlativen denken. Mark Zuckerberg hat zwar noch nicht den Startschuss erteilt, aber das steigert nur die Spannung.

Nach den US-Vorschriften muss ein Unternehmen mit mehr als 499 Anteilseignern seine Finanzen offenlegen, und in diesem Grenzbereich bewegt sich Facebook. Laut Wall Street Journal finden bereits Gespräche zwischen dem Sozialen Netzwerk und der amerikanischen Börsenaufsicht statt, ein hundertseitiges Emissionsprospekt sei intern erstellt worden.

Über den besten Zeitpunkt für einen Börsengang wird wild spekuliert. Die Einen sagen, es sei höchste Zeit, da Facebook seinen Höhepunkt schon überschritten habe, zwar steigen die Nutzerzahlen weiterhin, die Aktivitäten der Nutzer nähmen aber ab. Die Anderen vertreten die Meinung, dass es besser sei noch ein wenig zu warten, um das Interesse zu steigern.

Facebook selbst gibt sich cool: Es wurden bisher keine Banken für den Börsengang festgelegt, im Gegenteil, der Finanzchef David Ebersman ließ verlautbaren, dass man nicht so recht sehe, wie Investmentbanker denn noch zum Erfolg der Aktienplatzierung beitragen könnten, da die Nachfrage nach den Anteilen auch ohne sie beträchtlich sei.

Google hat einen solchen „Freestyle“-Börsengang vorgemacht,  den üblichen Weg über die Banken nicht eingeschlagen, die Aktien in einer Online-Auktion verteilt und war damit vor sieben Jahren sehr erfolgreich.

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