Top Ten der sozialen Netzwerke

Netzwerkverbindungen

Bild: aboutpixel.de / Enzo Forciniti

 

Der Branchenverband Bitcom hat in einer aktuellen Studie die Verteilung der deutschen Internetnutzer auf die verschiedenen sozialen Netzwerke ermittelt. Drei Viertel der über 1000 Befragten gaben an, in einem Netzwerk vertreten zu sein. Damit ist social networking zu einem Massenphänomen geworden, an dem man kaum noch vorbei kommt.

Mit Abstand auf Platz 1 liegt Facebook mit 51%. Im vergangenen März waren es noch 42%, mittlerweile hat also jeder zweite Nutzer ein Facebook-Profil.

Platz 2 wird von Stayfriends eingenommen, 27 % sind in dem Portal ehemaliger Mitschüler registriert.

Platz 3 geht an die VZ-Netzwerke, gesplittet in MeinVZ, SchülerVZ und StudiVZ, mit 23%.

Auf Platz 4 liegt Wer-kennt-wen mit 19%, Platz 5 erreichte das Business-Netzwerk Xing.

Google+ schob sich innerhalb der wenigen Monate seines Bestehens auf Platz 6: 6% der Online-Deutschen sind dort bereits registriert, ähnliche Nutzerzahlen weist Twitter auf.

Nur Google+ und Facebook konnten sich über wachsende Mitgliederzahlen freuen, bei allen anderen Communities ist Stagnation oder Schwund zu beklagen.

Gefragt wurden Personen ab 14 Jahren, und in der Gruppe der Youngsters von 14 bis 29 Jahren ist mit 92% fast jeder in einem Netzwerk aktiv, allein 71% bei Facebook. Die 50+-Nutzer bringen es auf gemäßigte 32% Facebook-Nutzung.

Stayfriends findet seine Zielgruppe eher bei den über 30jährigen.

Es scheint, als seien alle Bereiche zufriedenstellend abgedeckt. Neben den großen Communities gibt es natürlich auch noch eine erkleckliche  Anzahl kleinerer und kleinster Netzwerke, in denen sich Menschen mit gemeinsamen Interessen oder Zielsetzungen miteinander verbinden.

Auch wird gemunkelt, dass Microsoft an einem neuen sozialen Netzwerk bastelt, und man kann sich durchaus fragen wozu. Wohin soll die Reise gehen?

Datenschutzbedingungen sieht die breite Masse nicht so eng, allein deshalb wird es keine großartigen Abwanderungen geben zum Beispiel zum dezentralen, nichtkommerziellen Netzwerk Diaspora, das sich erst noch etablieren und von seinen Vorteilen überzeugen muss.

Das Problem ist, dass jeder dahin will, wo alle sind, wenn man das Userverhalten pauschal betrachtet. Facebooks Vorsprung ist groß und nur schwer einzuholen.

Sich in mehreren Netzwerken  aktiv zu betätigen kostet zu viel Zeit und läuft dem Grundgedanken der  großen sozialen Netzwerke, alle Aktivitäten unter einem Hut zu bündeln, entgegen.

Internet und Stagnation passen aber auch nicht gut zusammen, es sei denn, sie bereiten den Weg für einen weiteren Menschen mit visionären Ideen.

Schauen wir mal.

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