Entfreunden bei Facebook?

Facebook Logo gebrochenes Herz In den USA hat der Late-Night-Show-Moderator Jimmy Kimmel kürzlich zum zweiten Mal zum „National UnFriend Day“ aufgerufen und möchte damit Gelegenheit zu einer gründlichen Aufräumaktion unter den Facebook-Freunden geben.

„Es gibt ungefähr 800 Millionen aktive Facebook-Nutzer, und manche haben Hunderte oder sogar Tausende Freunde“, so Kimmel. „Ich finde das inakzeptabel. Niemand hat Tausende von Freunden. Wenn von den 800 Millionen Nutzer jeder im Durchschnitt 130 Freunde hat, sind das 104 Billionen Facebook-Freunde. Das sind mehr als 15 Mal so viele wie Menschen auf der Erde. Das sind zu viele.“

Jeder kennt das, man stimmt einer Freundschaftsanfrage zu um nicht unhöflich zu sein, obwohl man den Menschen eigentlich gar nicht in seiner Liste haben möchte. Oder die, die „Freunde“ wie Trophäen sammeln, weil sie meinen, dass der mit den meisten Kontakten auch der Tollste ist: Eigentlich möchte man gar nicht dazugehören.

Jimmy Kimmel schlägt ein 50 Punkte-System vor, um die Auswahl, mit wem man sich nun entfreunden sollte, zu erleichtern. Wer 50 Punkte erreicht, fliegt aus der Liste.

Mögliche Kriterien wären:

  • Jemand, der sein Profilbild mehr als einmal im Monat wechselt: 5 Punkte
  • Jemand mit einem Profilbild, das vor dem Badezimmerspiegel mit dem Handy aufgenommen wurde: 5 Punkte
  • Jemand, der mehr als drei Bilder von Mahlzeiten gepostet hat: 5 Punkte
  • Für jedes Bild eines Haustiers: 8 Punkte
  • Wer ein peinliches Bild von dir aus der frühen Schulzeit postet und dich markiert: 15 Punkte
  • Wenn die Person deine Mutter ist: 50 Punkte, automatisch entfreundet.

Eine solche Liste ist natürlich individuell erweiterbar, gerade wenn man viele Menschen in seiner Freundesliste hat, ist man oft genervt von Statusmeldungen, die einen nun wirklich nicht interessieren. Die tägliche Glücksnuss deiner ehemaligen Nachbarin zum Beispiel, oder wer was ganz dringend bei Cityville braucht, oder Beiträge, die mit „Huhu“ beginnen. Entfreunden!

Aber Spaß beiseite, der „National Unfriend Day“ ist eine gute Gelegenheit um einmal zu überdenken, womit man da eigentlich seine Zeit verbringt. Ein gewisser sozialer Druck besteht schon, aber kein Zwang…

Es ist jedem selbst überlassen, ob er sich darüber auslässt, wie süß seine Katze gerade geguckt hat oder ob man Facebook zur Verbreitung politischer oder humanitärer Aktionen nutzt.

Facebook ist ein großer Garten, und alle haben Platz darin.

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