Wettbewerb „Apps für Deutschland“

Logo Apps für Deutschland Auf der Berliner Messe „Moderner Staat“  begann heute unter dem Namen „Apps für Deutschland“ der erste deutsche Programmierwettbewerb auf der Basis offener Verwaltungsdaten.  Nicht nur Programmierer, sondern Designer, Journalisten, Wissenschaftler und auch die breite Öffentlichkeit sind aufgerufen, Ideen und/oder Anwendungen zu entwickeln, die ruhende Open Data-Schätze nutzbar machen.

Damit sind nicht etwa personalisierte Daten gemeint, sondern beispielsweise Daten von Messungen und Statistiken aus den Bereichen Umwelt, Klima, Steuergelder, Bildung oder Soziales, die regelmäßig erfasst werden und nützliche Informationen darstellen könnten, wenn sie denn mit einer entsprechenden Applikation einem Zweck zugeführt werden würden.

Der Wettbewerb ist in drei Kategorien unterteilt, „Ideen“, „Anwendungen“ und „Daten“.

In der Kategorie „Daten“ sind deutsche Behörden dazu aufgefordert, Datensätze bereitzustellen, die bisher nicht öffentlich zugänglich waren.

Das  Bundesministerium des Innern, das Statistische Bundesamt und das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie haben Daten unter einer offenenLizenz bereitgestellt, mit denen für den Wettbewerb gearbeitet werden kann.

Gelungene Beispiele sind etwa eine App, die die aktuellen Ozonwerte am jeweiligen Standort zeigt, Kartenanwendungen mit Informationen zur Luft- und Wasserqualität in Europa oder auch eine Informationsplattform mit einer Übersicht zu Bürgerhaushalten in Deutschland.

Besonders Lösungen, die wiederverwertbar und breit angelegt sind, also   ebenso Daten aus Hamburg wie aus München verwerten können, sind willkommen, Teamarbeit ist dabei gern gesehen.

Apps für Deutschland: Verborgene Schätze für die Öffentlichkeit

Die vielfältigen Informationen, die täglich in Deutschland von Behörden als Daten erhoben werden, bergen ein immenses Potential für die Gesellschaft, da sie mehr Transparenz, Beteiligung und innovative Dienstleistungen fördern können. Mit diesem Ziel wurde der Wettbewerb „Apps für Deutschland“ von den drei Vereinen „Government 2.0 Netzwerk Deutschland“, „Open Data Network“ und „Open Knowledge Foundation Deutschland“  initiiert mit der Unterstützung des  Bundesinnenministeriums, des Statistischen Bundesamts, des IT-Branchenverbands BITKOM, des Deutschen Städte- und Gemeindebunds und der  Länder Bremen und Berlin.  Schirmherr ist Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich, der auch die Preisverleihung auf der Cebit 2012 vornehmen wird.

Zu gewinnen gibt es Geldpreise bis zu 4000 €, die Jury behält sich vor, auch Sonderpreise zu vergeben.

Die Frist zum Einreichen von Ideen und Daten geht bis zum 15.Dezember 2011, Anwendungsprogrammierer haben ein wenig mehr Zeit, ihr Anmeldeschluss ist erst am 1. Februar 2012.

Man darf gespannt sein, welche Ideen kreativen Köpfen entspringen. Mehr Transparenz und Aufklärung für Bürger setzt einen etwas offeneren Regierungsstil voraus, und das bedeutet auch, so Stefan Gehrke von Open Data Network „…die Deutungshoheit über Informationen zu teilen. Diese Folge von Transparenz fällt oft noch schwer“.

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