Operation Facebook Vernichtung – Anonymous outet Angreifer

Bei dem für den 5. November 2011 angekündigten Hackerangriff auf Facebook  scheint es sich um einen Alleingang eines „verwirrten Sonderlings“ namens Anthony aus Ohio zu handeln, nicht um eine Initiative der Hackergruppe Anonymous.

Bereits im August 2011 wurde per Videobotschaft angekündigt, Anonymous wolle Facebook am 5.11.2011 hacken und lahmlegen, um die Nutzer vor der Datensammelwut des sozialen Netzwerks zu schützen. In der weiteren Begründung hieß es, Facebook  würde die Dateninformationen an staatliche Einrichtungen und Sicherheitsunternehmen weiterleiten, von denen einige auch für autoritäre Regierungen wie etwa die von Ägypten und Syrien tätig seien.

Die Hackergruppe dementierte, doch hielten sich hartnäckige Gerüchte, dass das Dementi aus rein taktischen Gründen erfolge.

Nun haben Anonymous-Mitglieder den vollen Namen und die Adresse des Initiators veröffentlicht und ihn zum Gegner der Ziele von Anonymous erklärt. Man habe damit unmissverständlich klarmachen wollen, dass die „Operation Facebook“ keine Unterstützung seitens der Hackergruppe findet.

„Für uns ist Facebook eine wichtige Kommunikationsplattform und schon deshalb kein Ziel für einen Angriff“, hieß es in einer Begründung des Hacker-Kollektivs zur Offenlegung der Identität des Einzelgängers. Die Aktion sei keinesfalls autorisiert.

Anonymous darf man sich nicht wie einen eingetragenen Verein mit einer festen Hierarchie vorstellen. Es handelt sich eher um einen losen Verbund Gleichgesinnter mit dezentraler Organisationsstruktur, was gleichzeitig dem Schutz der Gruppe dient, aber auch das Risiko birgt, dass Einzelne im Namen des Kollektivs eigenen Interessen nachgehen.

Für bestimmte Projekte und Aktionen schließt man sich zusammen – wie etwa bei einem Angriff im Oktober, bei dem unter dem Namen „Operation Darknet“ Kinderpornographieplattformen lahmgelegt wurden.

In ähnlicher Firm wurden auch Paypal und Visa angegriffen, als sie sich gegen Wikileaks stellten. Mit „DDos“-Attacken (Distributed-Denial-of-Service) werden die jeweiligen Server durch koordinierte Anfragen in riesiger Anzahl überlastet und damit funktionsunfähig gemacht. Im Fall von Wikileaks  war die Meinungsfreiheit das dahinterstehende Ideal, unlängst nahm die Gruppe auch den Kampf gegen ein mächtiges mexikanisches Drogenkartell auf.

Aufgrund der von Moral geprägten Ausrichtung steht eine große Gemeinde von Sympathisanten hinter dem Hacker-Kollektiv.

Bei Facebook sah man der angekündigten Vernichtungsoperation übrigens recht gelassen entgegen. Die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen seien ausreichend, um sich allen Herausforderungen zu stellen, mit denen man konfrontiert werde.

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